Ortstermin Fußbodenheizung läuft schon

Mona Schneider und Armin Melzer stehen in der Garderobe des neuen Kindergartens in Altenmünster. Auf dem breiten Flur hinter ihnen haben die Kinder künftig viel Bewegungsfreiheit.
Mona Schneider und Armin Melzer stehen in der Garderobe des neuen Kindergartens in Altenmünster. Auf dem breiten Flur hinter ihnen haben die Kinder künftig viel Bewegungsfreiheit. © Foto: Ute Schäfer
Altenmünster / Ute Schäfer 14.03.2018

Die Fußbodenheizung funktioniert schon, zum Glück. An diesem eiskalten Montagmorgen ist das doppelt bemerkenswert: Denn erstens haben kalte Füße auf dieser Baustelle keine Chance. Und zweitens zeigt es, dass der Bau schon ziemlich weit fortgeschritten ist. Mit anderen Worten: Das Gebäude, in dem die Schüler von Altenmünster künftig essen, die Kindergartenkinder spielen und sich die Vereine treffen können, wächst und gedeiht.

Dies sehen auch Fachbereichsleiterin Mona Schneider und Projektleiter Armin Melzer so, beide Angestellte des Bauherrn, der Stadt Crailsheim. Der Baufortschritt ist ihr Thema, und, wie gesagt: Die Fußbodenheizung im Untergeschoss läuft schon. Auch an den Decken sind bereits jede Menge Röhren und Kabel eingezogen.

„Die Lüftung ist aufwendig“

Im Raum der künftigen Mensa liegt ein Teil der Lüftungsanlage auf dem Boden, die eben geliefert wurde. „Die Lüftung ist aufwendig“, erklärt Projektleiter Melzer. „Sie hat eine Wärmerückgewinnung, damit das Gebäude möglichst wenig Energie verbraucht.“

Die Bauarbeiten liegen im Plan. Zwar nicht ganz genau, was die Zeit anbelangt, denn der Baubeginn hatte sich verzögert. Das Gebäude liegt aber locker im Plan, was die Finanzen betrifft. Der Planansatz lag bei etwa vier Millionen, berichtet Melzer. „Wir werden wohl drunterliegen“. Die meisten Gewerke seien mittlerweile vergeben, „also gibt es eine ziemliche Sicherheit. Es werden vielleicht 3,85 Millionen.“

Im unteren Geschoss gibt es auch einen Raum für die Vereine aus Altenmünster. „Wir arbeiten gerade am Belegungsplan“, erklärt Mona Schneider. Die Vereine können außerdem die hellen Essräume und den Mehrzweckraum mit nutzen. Bis dahin wird wohl auch der Raum begehbar sein, in den bislang kein Durchkommen ist. Wer ihn sieht, staunt: Von der Decke hängen massenweise Kabel, und zwar so viele, dass es unmöglich erscheint, diesen Salat jemals zu entwirren.

Für die Betriebserlaubnis einer Kindertagesstätte ist es unerlässlich, dass sie von allen Nutzern des Gebäudes streng getrennt geführt werden kann. Das ist im neuen Gebäude gut gelöst, erklärt Projektleiter Melzer. „Die Schüler betreten das Gebäude von unten. Der Zugang für die Kindergartenkinder ist aber oben.“ Dieser Eingang liegt auf dem Niveau des Schulhofs.

Viel Bewegungsfläche

Als Mona Schneider und Armin Melzer bei ihrem Rundgang dort angekommen sind, merken sie schnell, dass es hier „einen Kittel kälter“ ist als unten. Denn hier oben wird die Fußbodenheizung gerade erst installiert. Doch dass auf dem breiten Mittelgang viel Bewegungsfläche ist, ist gut zu erkennen. „Hier können die Kinder dann mit ihren Bobbycars hin- und herflitzen“, erklärt Mona Schneider.

Die Gruppen- und Nebenräume gehen von diesem großzügigen Gang ab. Doch die einzelnen Räume sind auch direkt von Zimmer zu Zimmer zu erreichen. „Das entspricht unserem offenen Gruppenkonzept“, so Mona Schneider, „die Kinder sollen sich frei zwischen den Räumen bewegen können.“

Fertig werden soll das Gebäude Ende Juni, über den Sommer wird es eingerichtet. Im Herbst ziehen dann die vier Gruppen des Kindergartens ein.

Bis dahin sollen auch die Außenanlagen rund um das neue, holzverschalte Gebäude gerichtet sein. Vor dem inneren Auge von Mona Schneider hat der Garten schon Gestalt angenommen. „Wenn man schon ein Hanggrundstück hat, dann muss man das auch ausnutzen“, sagt sie und sieht die Hangrutsche vor sich. Und die Bahn, auf der die Kinder mit ihren Bobbycars bergab rauschen können. „Das macht ihnen bestimmt Spaß.“

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