FC Oberrot auf Erfolgskurs Fußballernachwuchs und Schiries fehlen

Der Vorstand des FC Oberrot mit Bürgermeister Damiel Bullinger (hinten, Vierter von rechts). Foto: Andreas Balko
Der Vorstand des FC Oberrot mit Bürgermeister Damiel Bullinger (hinten, Vierter von rechts). Foto: Andreas Balko
Oberrot / ANDREAS BALKO 24.04.2012
Der Vorsitzende Roland Bader sah sich bei der Generalversammlung veranlasst, im Blick auf die Zukunft Wasser in den Wein zu gießen.

Die Berichte der Abteilungsleiter machten deutlich, dass der Oberroter Sportverein ein gut aufgestelltes Angebot hat, das weit über den Bereich Fußball hinausreicht und mit etwa 850 Mitgliedern eine breite Schicht erreicht.

Für den Bereich Karate vermeldete Duan Spirov konstanten Besuch der Kinder- und Jugendgruppe. Auch die Tätigkeitsberichte von Monika Dietrich, Isolde Kamptmann und Inge Stengelin zeigten, dass die verschiedenen Turn- und Gymnastikangebote hervorragend angenommen werden. Probleme entstehen jedoch dadurch, dass im Bereich Gesundheitsturnen die formalen Anforderungen zum Erhalt von Fördergeldern immer mehr ansteigen. "Der Gesundheitssport entwickelt sich zu einem reinen Formalismus, den wir so nicht mitmachen wollen", sagte Roland Bader.

Horst Allmendinger erzählte von den Aktivitäten der AH-Abteilung. Sport, Spaß und Geselligkeit stehen hier im Vordergrund. Aber auch zum Helfen werden die "Alten Herren" gerne herangezogen.

Silvia Erfle, die zusammen mit Carmen Seidel für das Kinder- und Jugendturnen verantwortlich ist, zeigte eine breite Angebotspalette für verschiedene Altersgruppen auf, die auch hervorragend angenommen wird. Unterstützt werden die beiden dabei von Kevin Gerlach. Neben guten Erfolgen bei Wettkämpfen konnte Silvia Erfle auch auf das Sportabzeichen verweisen, das dieses Jahr von 37 Jugendlichen und einem Erwachsenen abgelegt wurde.

Zufrieden mit den Ergebnissen der Jugendmannschaften äußerte sich Joachim Steinle. Sorge macht ihm jedoch der Spielermangel. Um auch in Zukunft spielfähig zu bleiben, werden künftig vermehrt Spielgemeinschaften mit dem SK Fichtenberg gebildet. Die Doppelbelastung als Jugendleiter und Trainer wird Steinle in Zukunft so nicht weiterführen können. Auch Roland Bader fürchtet um die Zukunft: "Die Fußballjugend dünnt langsam aus." Überdies sieht er große Probleme bei der Disziplin der jungen Spieler. Dringend benötigt würden deshalb mehr Betreuer, um neben der fußballerischen Ausbildung an Disziplin und Einstellung zu arbeiten. Aus der Sicht des Vorsitzenden bleibt nicht mehr viel Zeit, um das Ruder in der Jugendabteilung herumzureißen.

Andreas Schilling beobachtet bei der Tischtennisjugend zurzeit einen regelrechten Boom. Daniel Böhm berichtete von großen Erfolgen bei den Erwachsenenmannschaften. "Die Abteilung hat sich zu einem großen Team verschworen", erklärte Bader die Erfolge. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass der Erfolg keine Eintagsfliege bleibt.

In der Saison 2011/2012 verzeichnete die erste Fußballmannschaft aus der Sicht von Daniel Frank eine schnell und stark wachsende Steigerung. So erfolgreich waren sie schon lange nicht mehr. Ziel ist die Meisterschaft. Als Neuheit konnte Daniel Frank über die Einrichtung einer Damenmannschaft in Form einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Sulzbach-Laufen berichten.

Neben der Jugendarbeit besteht für Roland Bader die zweite große Baustelle im Fußball beim Bereich Schiedsrichter. Der Verein verfügt über so gut wie keine eigenen Schiedsrichter und muss deshalb hohe Strafen zahlen. Bader äußerte sich im Blick auf das Problem selbstkritisch: "Die Vereinsführung hat in den letzten Jahren die eigenen Schiries nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit und dem nötigen Respekt bedacht."

Auch in diesem Jahr soll sich die Umstellung vom jährlich stattfindenden Fußballballwochenende zu einem Sportwochenende weiter vollziehen. Neben dem Firmen-, Dorf-, Elfmeter- und Human-Soccer-Turnier bietet der Sportverein die Abnahme des Sportabzeichens an. Dadurch erhofft man sich noch ein breiteres Publikum.

Hervorragend gelaufen sind die zwei Jahresfeiern, der Altweiberfasching und die Rocknacht.

Manfred Dietrich legte als Kassier seinen Bericht vor. Dabei wurde deutlich, dass der Verein dringend auf die großen Veranstaltungen und die Verpachtung der Gaststätte angewiesen ist, um den Sportbetrieb zu finanzieren. Ralf Eisenmenger, der zusammen mit Ernst Scheuermann die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Kassier eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung.

Bürgermeister Daniel Bullinger sprach seine Anerkennung für die Leistungen des Vereins aus und führte die Wahlen durch. Die Generalversammlung beschloss eine Erhöhung des Einzeljahresbeitrags um je fünf Euro. Der Familienbeitrag wird um zehn Euro steigen. Mit den zusätzlichen Einnahmen will man die Jugendarbeit unterstützen, indem man den Fahrern für die Auswärtsspiele einen Fahrtkostenzuschuss zahlt. Zum Schluss legte Karl Lippoth noch den Tätigkeitsbericht des Fördervereins dar. Danach konnten sich die Teilnehmer nach dem langen Abend noch stärken.

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