Städtepartnerschaft Freundschaft kennt keine Entfernung

Die Crailsheimer Delegation im Zentrum von Bilgoraj vor den Schildern der Partnerstädte.
Die Crailsheimer Delegation im Zentrum von Bilgoraj vor den Schildern der Partnerstädte. © Foto: Stadt
Crailsheim / swp 15.06.2018

Eine Crailsheimer Delegation mit Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer an der Spitze hat in der vergangenen Woche die polnische Partnerstadt Bilgoraj besucht. Während der Reise erwartete die Gruppe ein abwechslungsreiches Programm.

Zunächst legte die Delegation mit ihren acht Teilnehmern einen Zwischenstopp in Warschau ein. Nach der Ankunft besuchte die Gruppe den Lazienki-Park und ließ den ersten Abend gemütlich ausklingen. Tags darauf führte Komitee-Präsident Manfred Salinger die Gruppe durch die polnische Hauptstadt und zeigte viele Sehenswürdigkeiten. Freitag früh ging es per Zug weiter nach Lublin, wo die Gruppe von einem Bus aus Bilgoraj abgeholt wurde. Nach einem spontanen Abstecher im Stadion Lublins ging es weiter nach Bilgoraj.

Neue und alte Freunde

Schon am ersten Abend war sofort Herzlichkeit zu spüren, als sich alte und neue Bekannte aus Bilgoraj und den anderen Partnerstädten Bilina (Tschechien), Nowowolynsk (Ukraine), Stropkov (Slowakei) und Kelme (Litauen) trafen. Die Gruppe um OB Grimmer war tief beeindruckt von der äußerst großzügigen Gastfreundschaft Bilgorajs.

Tiefe freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Städten zeigte sich auch beim offiziellen Empfang im Kulturzentrum Bilgorajs. Unter den Gastgebern befanden sich langjährige Freunde und Bekannte: Bilgorajs Bürgermeister Janusz Roslan, der ehemalige Bürgermeister Stefan Oleszczak, der die Urkunde der Städtepartnerschaft unterzeichnet hat, Iwona Myszak, die in Bilgoraj für die Städtepartnerschaft zuständig ist, Grzegorz Bryła und Ewa Smolak, die sich ehrenamtlich in Sachen Schul- und Städtepartnerschaft engagieren. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Janusz Roslan wurde ein Film zu den Städtepartnerschaften Bilgorajs gezeigt. Gefeiert wurden an diesem Wochenende nicht nur die Bilgoraj-Tage, sondern auch wichtige Jubiläen für die Stadt, erklärte Janusz Roslan. Neben der Unabhängigkeit Polens, die sich 2018 zum 100. Mal jährt, gibt es für Bilgoraj noch zwei weitere Jubiläen. Vor 440 Jahren erhielt die polnische Kommune das Stadtrecht, und die Städtepartnerschaft zwischen Kelme und Bilgoraj feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen.

Der Crailsheimer Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer hatte mit diesem Besuch seine Premiere in der polnischen Partnerstadt. Er betonte die Bedeutung der Partnerstädte und die internationale Verbundenheit, „da Verständigung der Völker vor allem auf unserer Ebene mit Leben gefüllt wird.“

Auch Stefan Oleszczak, wichtiger Initiator und Förderer der Städtepartnerschaften zwischen Ost und West, legte das Augenmerk auf die Verbundenheit trotz der Entfernung und Unterschiede zwischen den Ländern. „Freundschaft kennt keine Entfernung“, sagte er. Der Träger des Goldenen Horaffs schloss seine Rede mit einem Bonmot: „Wir unterscheiden uns, aber wir unterscheiden uns schön.“

Die Eiche ist weiter gewachsen

Das Gefühl der Gemeinschaft wurde während der Bilgoraj-Tage besonders deutlich. Selbstverständlich ließen es sich die Mitglieder der Crailsheimer Delegation nicht nehmen, um nach der im Jahr 2016 gepflanzten Eiche als Symbol für die Städtefreundschaft zu schauen. Zur Genugtuung aller: Sie ist wieder ein Stück gewachsen.

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