Jagstheim Flurneuordnung Jagstheim: Jetzt geht es in die Umsetzungsphase

Beim Spatenstich in Jagstheim (von links): Leitender Ingenieur Dietmar Friedrich, Landratsamt Schwäbisch Hall, Ortsvorsteher Horst Philipp, Bernhard Wüstner, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, Erster Landesbeamter Michael Knaus, Baubürgermeister Herbert Holl, Yvonne Wagner, Teilnehmergemeinschaft, und Achim Steinecker, Mitarbeiter der Firma Feeß Erdbau.
Beim Spatenstich in Jagstheim (von links): Leitender Ingenieur Dietmar Friedrich, Landratsamt Schwäbisch Hall, Ortsvorsteher Horst Philipp, Bernhard Wüstner, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, Erster Landesbeamter Michael Knaus, Baubürgermeister Herbert Holl, Yvonne Wagner, Teilnehmergemeinschaft, und Achim Steinecker, Mitarbeiter der Firma Feeß Erdbau. © Foto: Stadt
Jagstheim / PM 08.06.2016
Startschuss mit Spaten: Die Flurbereinigung Jagstheim kann nun praktisch beginnen. 299 Teilnehmer und 3099 Flurstücke auf 1083 Hektar sind betroffen.

Als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft begrüßte Bernhard Wüstner die Gäste zum Spatenstich in der Nähe des Sportplatzes. „Die Vorstandschaft hat es sich bei der Aufstellung des Wege- und Gewässerplans nicht einfach gemacht“, hob Wüstner hervor. Viele Sitzungen seien im Vorfeld der praktischen Umsetzung nötig gewesen, um gute Kompromisse zu finden.

Erster Landesbeamter Michael Knaus erinnerte daran, dass die Flurbereinigung bereits 2002 begann. Damals wurde das Verfahren angeordnet. Die nächste große Etappe stellte die Werteermittlung im Jahr 2010 dar. 14 Jahre nach dem Start erfolgte nun vergangene Woche der Baustart. „Keine ungewöhnlich lange Zeit für solch ein „Mammutprojekt“, hob Knaus hervor. Tatsächlich ist das Verfahren mit über 1000 Hektar das größte der vier aktuellen Flurneuordnungsverfahren auf dem Gebiet der Stadt Crailsheim.

Baubürgermeister Herbert Holl verglich das Verfahren mit einer schweren Geburt. Viel Überzeugungsarbeit sei am Anfang zu leisten gewesen.

Die Gesamtkosten der Flurbereinigung belaufen sich auf rund 5,4 Millionen Euro. Davon entfallen 3,82 Millionen Euro auf den Wegebau, 0,56 Millionen Euro auf den Wasserbau und die Bodenverbesserung und 0,2 Millionen Euro auf die Landschaftspflege. Die restlichen 0,82 Millionen Euro werden für Nebenkosten wie Bodenordnung, Verwaltung und Umlagen an die Teilnehmergemeinschaft angesetzt. Zuschüsse von EU, Land und Bund werden in Höhe von 4,47 Euro erwartet. 0,27 Millionen Euro werden als Beiträge von den Teilnehmern erhoben. Die Stadt Crailsheim beteiligt sich mit 0,7 Millionen Euro.

Die Verfahrensziele in Jagstheim sind laut Stadt folgende: die Erschließung der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke durch ein zukunftsfähiges Wegenetz; die Erleichterung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen durch Grundstückszusammenlegungen zu größeren Bewirtschaftungseinheiten; die Aufwertung ökologisch sensibler Bereiche; die Verbesserung der Erholungsfunktion; die Entflechtung von Nutzungskonflikten; das Landmanagement für den Bau der Querspange der Kreisstraße 2641 (Ortsumgehung Jagstheim); sowie  die Schaffung umfangreicher Nahrungsbiotope für die angesiedelten Störche.