Gerabronn Feuriges Fest zur Einweihung

Gerabronn / Melanie Boujenoui 05.07.2018
Was lange währt, wird endlich eröffnet: Nach drei Jahren Bauzeit bezog die Feuerwehrabteilung Michelbach/Heide ihr neues Feuerwehrmagazin. Jetzt darf es auch die Öffentlichkeit bestauen.

Bei besten Aussichten auf gutes Wetter laden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn, Abteilung Michelbach an der Heide, am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Juli,  zur Einweihung ihres neuen Gerätehauses in der Ludwigstraße ein.

Los geht das Fest am Samstag, ab 19 Uhr, mit einer regelrechten Einweihungsparty mit DJ und Barbetrieb. Am Sonntag beginnt das Geschehen im und rund um das neue Feuerwehrmagazin ab 10.30 Uhr mit einem Weißwurstfrühschoppen. Wem das – nach dem Partyspaß vom Vortag – dann immernoch zu früh ist, kann sich ab 11.30 Uhr beim Mittagstisch mit Churrasco sättigen. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen und an beiden Tagen, Leckeres vom Grill.

Neben Einblicken in die neuen Räumlichkeiten, erleben die Besucher die Feuerwehr am Sonntag wie bei einem Einsatz. „Wir zeigen in unserer Schauübung einen Löschangriff wie beim Bronzeleistungsabzeichen“, sagt Abteilungskommandant Sven Dittes, „also mit Anfahrt und anschließender Brandkontrolle in einer bestimmten Zeit.“ Auch der Nachwuchs, die „Löschzwerge“ demonstrieren bei einer Übung, was sie bislang schon alles gelernt haben. Dazu gibt es ein Kinderprogramm.

Bei Brand rücken alle aus

Nach dem Motto „alle für Einen“ hat die Stadt Gerabronn vor geraumer Zeit beschlossen, die Feuerwehr des Hauptortes mit den Teilorten zusammenzuführen. Auch der Neubau in Michelbach/Heide ist Teil dieses Gesamtkonzepts. „Jeder unserer drei Teilorte hat neben den grundlegenden Aufgaben eine Schwerpunktaufgabe und rückt bei einer Alarmierung gemeinsam mit dem Hauptort aus“, erklärt Christian Mauch, Bürgermeister der Stadt Gerabronn.  Die Teilorte seien daher in den letzten Jahren mit neuen Magazinen und entsprechender Ausrüstung ausgestattet und gestärkt worden, bestätigt er. Da gerade in den Teilorten die Feuerwehr einen wichtigen Teil des Leben darstelle, „geht dieses Konzept bei uns als Flächengemeinde gut auf, vor allem da aktuell rund 60 Prozent der Feuerwehrleute von den Teilorten gestellt werden“, meint das Stadoberhaupt weiter. Den Bau, der mit großer ehrenamtlichen Leistung der Feuerwehrleute fertiggestellt wurde, findet Mauch „sehr gelungen“.

Sven Dittes, Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Michelbach/Heide, erinnert sich: „Die Bauarbeiten waren ein Kraftakt und dauerten drei Jahre. Wir haben mit unseren 24 Mitgliedern den kompetten Rohbau alleine hochgezogen“. Verglichen mit den aufwendigen Bauarbeiten, sei der Umzug vom alten Gerätehaus im Kupferweg dagegen, ein Kinderspiel gewesen.

Der Hauptgrund für den modernen Bau sei die notwendige Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs gewesen. „Nach 35 Jahren hatte unser altes Feuerwehrauto einfach ausgedient und war auch nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Dittes.

Hochmodernes Fahrzeug

Der neue Spritzwagen verfügt über einen Wassertank und zwei Tragespritzen. „So können wir auch ohne Eingriff in das öffentliche Netz agieren und sind in Sachen Löschen bestens ausgestattet“. Neben der großen Fahrzeughalle bringt das neue Gerätehaus weitere Neuheiten mit sich: Wir verfügen jetzt über einen Kameradschaftsraum. „So müssen wir nicht immer nach Gerabronn ausrücken, um theoretische Schulungen zu führen“, freut sich Dittes. „Außerdem gibt es endlich Sanitäranlagen, einen Umkleideraum, Lagermöglichkeiten und eine kleine Werkstatt.“ Darüber hinaus bietet die Außenanlage genügend Platz, um Löschübungen durchzuführen. Das schönste aber sei, dass die neuen Räume beheizt werden können und die Kleider vernünftig trocknen. „Im alten Gerätehaus war unsere Kleidung oft sehr in Mitleidenschaft gezogen worden“ erzählt der Kommandant. „Es war oft ganz schön unangenehm in die modrigen Fasern zu steigen.“ Dittes ist überzeugt: „Auch für den Nachwuchs sind wir als moderne Feuerwehr jetzt viel attraktiver.“ 

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