Zugunglück Feuerwehrkommandant: "Wirklichkeit hat uns ganz brutal eingeholt"

Erster Einsatzleiter an der Unfallstelle: Albert Waldmann.
Erster Einsatzleiter an der Unfallstelle: Albert Waldmann. © Foto: Thomas Baumann
HARALD ZIGAN 07.06.2013
In den ersten Stunden nach dem Zugunglück hatte Albert Waldmann als Kommandant der Feuerwehr Schrozberg die Einsatzleitung inne

Albert Waldmann, Kommandant der Feuerwehr Schrozberg: „Das war wohl die härteste Aufgabe in meinem Feuerwehr-Leben – jeder, der damals dabei war, hat die schrecklichen Bilder an der Unfallstelle noch im Kopf.“ Die Tragik, dass die sechs Todesopfer und die 25 Verletzten „völlig schuldlos und aus heiterem Himmel heraus aus ihrem Leben gerissen wurden“, macht Albert Waldmann noch heute sehr betroffen.

Zehn Jahre vor dem Zugunglück hatte Albert Waldmann die Idee, auch mal eine Feuerwehr-Übung an der Bahnstrecke anzusetzen – verwarf den Gedanken aber wieder, weil er die Wahrscheinlichkeit eines Zug-Zusammenstoßes für äußerst gering hielt: „Die Wirklichkeit hat uns dann zehn Jahre später ganz brutal eingeholt.“

Vor zehn Jahren: Tödliche Verwechslung in Schrozberg