Rot am See Feuerwehrfest ohne hitzige Beiträge

Am Sonntagmittag bleibt so manche heimische Küche kalt: Die Gäste strömen ins Zelt der Feuerwehr in Niederwinden, um dort Gyros, Schnitzel oder Spanferkel zu schlemmen.
Am Sonntagmittag bleibt so manche heimische Küche kalt: Die Gäste strömen ins Zelt der Feuerwehr in Niederwinden, um dort Gyros, Schnitzel oder Spanferkel zu schlemmen. © Foto: Oliver Färber
Rot am See / Oliver Färber 06.08.2018
Die Mannschaft von Rot am See verzichtet wegen der Trockenheit in Niederwinden auf geplante Vorführungen mit Flammen. Das tut der Feier aber keinen Abbruch.

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Rot am See in Niederwinden feiert, dann hat der 300-Seelen-Ort drei Tage lang viele Gäste. Das gute Wetter beschert der Mannschaft und ihren Helfern besonders viele Besucher an diesem Wochenende. „Gerade am Freitagabend waren es bestimmt ein Drittel mehr als sonst“, berichtet Abteilungskommandant Harald Schöberl am Sonntagmittag. Bei freiem Eintritt lockte die Blaulicht-Schaumparty in diesem Jahr besonders – sicher auch, weil sie für Abkühlung sorgte. „Die Leute sind wegen der Hitze später gekommen, dafür länger geblieben“, so Schöberl.

Bewusst hat sich die Feuerwehr entschieden, den Samstagabend ruhig zu gestalten. „Das war dann auch so – völlig beabsichtigt“, sagt der Abteilungskommandant. Ohne Band genießen die Gäste den lauen Abend lieber draußen als im Zelt. „Das war leer, da war’s auch zu warm“, gibt er zu.

Die Hitze ist auch mit schuld, dass die versprochene Show „Feuer bei Nacht“ eher klein ausfällt. „Die Brandgefahr ist im Moment einfach zu hoch“, hofft der Abteilungskommandant auf Verständnis. Da müsse gerade die Feuerwehr ein Vorbild sein. „Wir sind schon froh, dass wir nicht zu Bränden rausmüssen“, erklärt er. Am Sonntag fallen deshalb die Schauübungen ganz aus.

Das Publikum scheint es nicht krummzunehmen. Warum die Küche mit so viel Personal ausgestattet ist, das sich mit Festbeginn am Sonntag um 11 Uhr noch die Beine in den Bauch steht, wird schnell klar: Nach und nach kommen die Gäste. Das fleißige Team hat alle Hände voll zu tun, um die hungrigen Mägen mit Gyros, Spanferkel und Schnitzel zu versorgen. Das Küchenteam erhält viel Lob. Die Damen der Niederwindener Dorfgemeinschaft tragen einen selbst gebackenen Kuchen nach dem anderen in die Cafébar im Zelt.

Wasser aus dem Strahlrohr

Gelöscht wird an diesem Tag aber trotzdem – das Wasser spritzt aus mehreren Schläuchen. Allerdings sind die etwas dünner als jene, die bei den großen Bränden benutzt werden. Die Jugendfeuerwehr hat eine Spielstraße für die Kleinen aufgebaut. Die Kinder pumpen mit Leidenschaft an der Kübelspritze – auch um dem einen oder anderen Passanten mit dem Wasserstrahl eine unverhoffte Abkühlung zu verschaffen. Aber dank der großen Hitze bleiben die Kleider nicht lange nass. Sie trocknen im Nu wieder und niemanden stört die Aktion.

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