Kirche Festgottesdienst und prickelndes Gemeindefest zum 50. Geburtstag

Prominente Festgäste zum Jubiläum der Christuskirche: Bürgermeister Rudolph Michl, Dekan Winfried Dalferth, Pfarrer Matthias Brix, Prälat Harald Stumpf, Pfarrer Karl-Heinz Kämpler und Laienvorsitzende Elke Köhnlein (von links).
Prominente Festgäste zum Jubiläum der Christuskirche: Bürgermeister Rudolph Michl, Dekan Winfried Dalferth, Pfarrer Matthias Brix, Prälat Harald Stumpf, Pfarrer Karl-Heinz Kämpler und Laienvorsitzende Elke Köhnlein (von links). © Foto: Christine Hofmann
Crailsheim / CHRISTINE HOFMANN 11.02.2013
Der Sektempfang ist in der Christuskirche obligatorisch. Gestern stießen Gemeindemitglieder und Gäste aus nah und fern auf ein besonderes Ereignis an: das 50-jährige Bestehen der Kirche.

Die Christusgemeinde auf dem Sauerbrunnen genießt den Ruf, dass hier die menschlichen Kontakte im Mittelpunkt stehen. So war es nicht verwunderlich, dass zum 50. Geburtstag der Kirche viele Menschen gemeinsam ein rauschendes Fest feierten. Es wurde zusammen gebetet, gesungen, gut gegessen, Sekt getrunken und viel geredet.

"Persönliche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen", betonte Prälat Harald Stumpf aus Heilbronn in der Festpredigt. Ein Gemeindefest sei daher bestens geeignet, dass Menschen aufeinander zugehen, ihre Ohren und Augen öffnen für die Nöte der anderen und dafür Sorge tragen, dass alle an der Gemeinschaft teilhaben können. "Niemand soll am Rande bleiben, Integration und Inklusion sind die Aufgaben unserer Gesellschaft", so Stumpf, "ich wünsche der Christusgemeinde, dass sie sich auch in Zukunft einen gesellschaftsdiakonischen Blick bewahrt."

In der Christuskirche bringt sich jeder nach seinen Fähigkeiten und Begabungen ein. Der Singkreis unter der Leitung von Martin Wörner sowie Elke und Carolin Köhnlein an Klavier und Querflöte gestalteten den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes, viele Gemeindemitglieder sorgten im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf des Festes. Der Charakter des Miteinanders zog sich wie ein roter Faden durch den Festtag.

Die Architektur der ursprünglich als Gemeindesaal gebauten Christuskirche, in der gestern zuerst Gottesdienst gehalten und anschließend gefeiert wurde, unterstreicht die Ausrichtung auf die Begegnung von Mensch zu Mensch. Davon schreibt auch Pfarrer Karl-Heinz Kämpler im Jubiläumsgemeindebrief: "In den 50 Jahren haben viele Menschen vielfältige Erlebnisse und Geschichten erlebt, die sie mit ihrer Christuskirche verbinden. Da haben Menschen ihre Träume und Visionen verwirklicht und den Bau der Christuskirche mit dem Kindergarten Wirklichkeit werden lassen und mit Leben gefüllt."

Einige Stationen aus 50 Jahren Christuskirche fanden sich in der von Andreas und Erika Manier zusammengestellten Ausstellung mit Bildern und Texten wieder, die im Untergeschoss zahlreiche Blicke auf sich zog. Auf alten Konfirmationsfotos wurden bekannte Gesichter gesucht - und viele davon waren unter den Gästen leibhaftig zu finden. So feierten die Gemeindemitglieder nicht nur den Kirchengeburtstag, sondern auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten - und gemeinsamen Erinnerungen. "Der familiäre Charakter ist die besondere Stärke der Christuskirche", resümierte Dekan Winfried Dalferth, "das spürt man auch noch nach 50 Jahren."