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Crailsheim
Crailsheim / ANDREAS HARTHAN Wieder werden hochwertige Fayencenkrüge aus der ehemaligen Manufaktur in Crailsheim versteigert, und wieder wird wohl keines der attraktiven Stücke den Weg nach Crailsheim finden.

Wer den Jahreskatalog "Fayence und Steinzeug aus vier Jahrhunderten" des Münchner Antiquitätenhändlers Peter Vogt durchblättert, stößt auf gleich sieben Fayencenkrüge aus Crailsheimer Produktion, darunter mehrere aus der bei Sammlern geschätzten "Gelben Familie". Sie werden am Samstag versteigert.

Und wieder wird es wohl so kommen wie in den Jahren zuvor: Keines der wertvollen Stücke wird nach Crailsheim gehen - zumindest nicht ins Stadtmuseum. Dort gibt es eine sehenswerte Fayencen-Sammlung, die rund 300 Exponate umfasst. Deren Attraktivität könnte durch gezielte Ankäufe noch gesteigert werden, aber Vogt kann sich nicht daran erinnern, dass das Museum in den letzten Jahren mitgesteigert hätte.

Die Crailsheimer Fayencen (glasierte und bemalte Tonwaren), produziert im 18. Jahrhundert, gelten als hochwertiges Kunsthandwerk und finden sich heute in bedeutenden Sammlungen und Museen. Versteigert werden am Samstag ein Bäckerkrug, ein Müllerkrug, ein Metzgerkrug, ein Bierbrauerkrug - und ein Jagdkrug. Dieses Stück stuft Vogt als "besonders attraktiv" ein. Sein Schätzpreis liegt bei 8000 bis 10 000 Euro.