Rot am See Panzermodell-Fans treffen sich in Hausen

Dank elektronischer Geräuscheffekte klingen die Elektro-Panzer bei der Show fast wie ihre großen Vorbilder.
Dank elektronischer Geräuscheffekte klingen die Elektro-Panzer bei der Show fast wie ihre großen Vorbilder. © Foto: Oliver Färber
Rot am See / Oliver Färber 24.07.2018
Die Modelle sind beeindruckend, die beim Treffen in Hausen am Bach zu sehen sind: Die größten ferngesteuerten Panzer wiegen rund 400 Kilo.

Es ist ein Erlebnis am Sonntag in Hausen am Bach, das eigentlich mehr von Bildern lebt als von vielen Worten. Auch wenn Reinhold Müller viele interessante Anmerkungen zum Thema RC-Panzer hat. Sichtlich geht er in seinem Hobby auf, hat es so weit getrieben, dass er nun nach eigenen Angaben Gastgeber des europaweit größten Treffens von Panzer-Großmodellen ist.

„Es sind rund 40 Modellbauer gekommen“, berichtet er. So kommen sie aus Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich – eine Firma, die sich ganz auf Panzermodelle spezialisiert hat, ist sogar mit Exemplaren aus Großbritannien ins Hohenlohische gekommen. Und auch die deutschen Fans nehmen weite Strecken in Kauf, reisen aus Berlin, Hamburg, Bremen an.

„Bloß das Wetter hat unser Programm etwas über den Haufen geworfen“, gibt Müller zu. Wenn es regnet, müssen die kostbaren Modelle ja nicht nass werden. Seine Augen funkeln, wenn er seinen Schatz vorstellt: Rund 20.000 Euro hat sein Leopard A7 im Maßstab eins zu vier gekostet, die unzähligen Arbeitsstunden daran nicht mitgerechnet. Damit vergisst er seinen ehemaligen Beruf nicht. „Ich war 22 Jahre selbst auf einem Leopard. Da hat man seinen Bezug“, erklärt der Stabsfeldwebel a. D. mit Stolz in der Stimme.

Genauso stolz ist er jetzt auf das Modell, das rund 400 Kilo wiegt. „Alleine 80 Kilo wiegen die Batterien. Den kann man nicht mehr so einfach von Hand bewegen“, stellt er klar. Das gehe auch seinen Modellbaukollegen so: Ohne Auffahrrampe, geeignetes Fahrzeug oder Anhänger gehe es sicher nicht zu einem Treffen wie in Hausen. Selbst die kleineren Exemplare im Maßstab eins zu sechs brächten schon 150 Kilogramm auf die Waage. Müller ist dazu noch detailverliebt: Viele Lichter lassen sich fernsteuern, Waffen und Optik unabhängig drehen.

Draußen hat sich derweil das Wetter gebessert. Auf der Wiese bewegen sich über ein Dutzend Mini-Kettenfahrzeuge. Es raucht und knallt dank Spezialeffekten. Und rund 200 Besucher umrunden das Spektakel, staunen über das Ergebnis der Arbeiten im Hobbykeller.

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