Fachpack Fachpack: Die Messe der Entscheider

Nürnberg / STEPHANIE RENK 29.09.2012
Nach drei Tagen zeigen sich die regionalen Verpackungsmaschinenhersteller zwar zufrieden - allerdings spüren viele eine gewisse Zurückhaltung. Die Gründe dafür sind nicht ganz einfach festzumachen.

In einem sind die Messeteilnehmer aus der Region einig: Die Fachpack hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Wer in der Verpackungsbranche etwas auf sich hält, der kommt nach Nürnberg. Auch mit der Location hier sind alle sehr zufrieden.

"Das Nürnberger Messegelände ist gut, weil alles so nah beieinander liegt", sagt Peter Schneider, Bereichsleiter Materialwirtschaft bei Schubert. Das Crailsheimer Unternehmen präsentiert auf der Messe eine Kundenmaschine zur Verpackung von Margarinebechern, die verschiedene Packschemen beherrscht. An den ersten beiden Messetagen, Dienstag, 25., und Mittwoch, 26. September, war der Schubert-Stand gut besucht. "Am Donnerstag, dem letzten Messetag, war es ruhiger", sagt Schneider.

Das kann auch Jens Groninger, Junior-Chef bei Groninger, bestätigen: "Zumindest im Pharmabereich merkt man, dass in diesem Jahr schon Achema war." Allerdings, so Hubertus Ritzenhofen, Vertriebsleiter Kosmetik bei Groninger in Schnelldorf, seien hier keine "Sehleute", sondern hauptsächlich Entscheider. Am seinem 150-Quadratmeter-Stand präsentierte Groninger zwei Maschinen - eine für den Bereich Kosmetik zur Befüllung von Cremetigeln und eine für den Bereich Pharma, die 800 Vials pro Minute befüllt und diese Befüllung dokumentiert. Die hohe Fachkompetenz der Besucher ist etwas, das auch Holger Hutt von Bosch, zu schätzen weiß. Bosch zeigte auf der Fachpack unter anderem eine Endverpackungsmaschine für Kartonverpackungen. "Der Handel diktiert den Packstil", weiß Hutt. "Je schneller die Produkte ins Regal gestellt werden können, desto besser."

Mit einem Stand, über dem eine große Wolke schwebte, war das Packaging Valley vertreten. Auf 1000 Quadratmetern präsentierten sich neun Mitgliedsunternehmen gemeinsam und doch für sich. Den größten Stand unter der Cloud hatte R. Weiss mit 250 Quadratmetern. "Wir zeigen Endverpackungsmaschinen für Kosmetik, Elektroartikel und Getränke", sagt Reinald Weiss, R. Weiss-Geschäftsführer.

Packaging-Valley-Geschäftsführer Kurt Engel ist begeistert: "Die Mitaussteller sind zufrieden mit dem Konzept. Durch den gemeinsamen Auftritt ist die Frequenz höher. Die Mitbewerber gehen kollegial miteinander um, und das Netzwerk wird weiter gestärkt."

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