Crailsheim Essgestörte wohnen zusammen

Zwei Frauen mit Prader-Willi-Syndrom arbeiten in einer Werkhalle des Vereins Beschützende Werkstätten. Privatfoto
Zwei Frauen mit Prader-Willi-Syndrom arbeiten in einer Werkhalle des Vereins Beschützende Werkstätten. Privatfoto © Foto:  
Crailsheim / SWP 27.06.2015
Rund um die Uhr kümmert sich die Beschützende Werkstätte um Menschen, die kein Sättigungsgefühl kennen. Sieben Patienten bilden eine WG.

Niemals satt sein, immer weiter essen, unkontrolliert, bis es zur Gefahr fürs eigene Leben wird. Das Prader-Willi-Syndrom verursacht dieses Verhalten bei den Betroffenen, die kein Sättigungsgefühl kennen, heißt es im Pressetext.

Um Menschen mit diesem Krankheitsbild zu helfen, hat der Verein Beschützende Werkstätte (BW) in Crailsheim eine spezielle Wohngruppe eröffnet. Dies schreibt der Verein, der seinen Hauptsitz in Heilbronn hat. "Wir sind froh, dass die Kostenträger grünes Licht gegeben haben und wir nach einer langjährigen, intensiven Planungs- und Testphase Menschen mit Prader-Willi-Syndrom eine Perspektive anbieten können", freut sich Pfarrer Hans-Christoph Ketelhut, Vorstand der Beschützenden Werkstätte. Seit 2006 bereits laufen die Planungen für dieses Wohnangebot. 2009 wurde der erste Bewohner mit Prader-Willi-Syndrom aufgenommen. Derzeit leben zwei Betroffene in der Crailsheimer Gruppe.

Nachdem die Kostenübernahme geklärt sei, könnten weitere fünf Menschen in die WG einziehen. Es ist eine zweite WG angedacht. Arbeit finden die Bewohner in der Regel in der Werkstatt Crailsheim der BW.

Es gibt eine Wohnung für drei Bewohner, eine Wohnung für zwei und zwei Wohnungen für je eine Person. Die Frauen und Männer werden rund um die Uhr betreut. Das Essen werde gemeinsam mit einer Hauswirtschaftsleiterin frisch und nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zubereitet. Parallel kümmere sich ein Team aus Psychologen und Pädagogen um die Bewohner.

Info Kontakt über Rainer Reibold, Leitung Wohnen, unter Telefon 07131 / 4704-188 oder E-Mail r.reibold@bw-heilbronn.de

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