Crailsheim Erstes eigenes Waldorf-Gebäude in Crailsheim

Peter Lang (links) hielt während der Übergabe der Kinderkrippe einen aufschlussreichen Vortrag zur Waldorfpädagogik. Foto: Julia Vogelmann
Peter Lang (links) hielt während der Übergabe der Kinderkrippe einen aufschlussreichen Vortrag zur Waldorfpädagogik. Foto: Julia Vogelmann
Crailsheim / JULIA VOGELMANN 17.03.2014
Mit einer Feier, Sekt, Kuchen und einem kleinen Vortrag zur Waldorfpädagogik ist am Samstag die Waldorfkinderkrippe "Wurzelstube" in Crailsheim offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden.

Gedränge, wo normalerweise Ruhe und Beschaulichkeit herrschen: im Gruppenraum der Kinderkrippe Wurzelstube. Keiner wollte verpassen, wie das erste eigene Gebäude des Waldorfvereins in Crailsheim offiziell eingeweiht wird. Und gekommen waren viele: Eltern und Kinder, Lehrer, Erzieher, Handwerker, Architekt, Vertreter der Stadt und der benachbarten Waldorfeinrichtungen aus Dinkelsbühl.

"Das ist unser allererstes eigenes Gebäude - das ist ein Schritt, der anthroposophisch ausgelegt bedeutet, dass wir Wurzeln geschlagen haben", freute sich Wolfgang Hermann-Kautter, geschäftsführender Schulleiter. Doch das Gebäude zeigt nicht nur, dass die Waldorfpädagogik in der Erziehungslandschaft in Crailsheim einen festen Platz beansprucht, sondern dass aus der Idee, Waldorf nach Crailsheim zu bringen, ein verlässliches Konzept gewachsen ist. "Wir haben erstmals fremdes Geld in die Hand genommen, was bedeutet, dass wir uns mittlerweile sicher fühlen, solch einen Schritt zu gehen", so Hermann-Kautter weiter. Gegenüber den Voranschlägen konnte sogar ein Plus von 40.000 Euro erzielt werden.

Da will Dinkelsbühl auch hin

Darüber freute sich auch Oberbürgermeister Michl, der lobte: "Das alles einzuhalten, ist bei so vielen schiefen Ecken und Winkeln gar nicht so leicht. Auch die Waldorf-Kinderkrippe trägt nun dazu bei, dass in Crailsheim genügend Krippenplätze zur Verfügung stehen." Sein Kollege Dr. Christoph Hammer aus Dinkelsbühl zeigte sich ebenfalls beeindruckt: "Es ist toll, hier zu stehen, in einem neuen Gebäude, wo neues Leben einzieht. Ich bin neidisch, da wollen wir in Dinkelsbühl auch hin!"

Wo die Krippe inhaltlich hin möchte, zeigte Peter Lang, Vorsitzender der Vereinigung der Waldorf-Kindertageseinrichtungen im Land und ehemaliger Leiter des Seminars für Waldorfpädagogik in Stuttgart in einem launigen Vortrag zur Waldorfpädagogik und ihrem Platz in der heutigen Bildungslandschaft.

Architekt Hans-Christoph Lamparter ließ es sich nicht nehmen, den Erzieherinnen Brigitte Drexel, Nadine Roos und Maike Schmidt den symbolischen Schlüssel für die Wurzelstube zu überreichen. Auf den Punkt brachte es Susanne Hammer vom Vorstand des Vereins, die sichtlich gerührt ausrief: "Wir haben endlich ein Dach über dem Kopf."

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