Horlachen Erfolg des Heimatmuseums hat viele Namen

SWP 14.03.2015
Das Heimatmuseum Horlachen zieht am Museumssonntag - das ist der erste des Monats - durchschnittlich über 100 Besucher an. "Das ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit", sagt Eberhard Zimmer.

Am Beispiel der letztjährigen Sonderausstellung "Der 1. Weltkrieg an der Heimatfront" beschrieb Eberhard Zimmer bei der Mitgliederversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Gschwend und Umgebung die Arbeitsschritte von der Themenwahl bis zur Durchführung der Sonderausstellung mit ihren monatlich wechselnden Schwerpunktthemen. Diese werden durch Vorträge und Lesungen ergänzt. Weitere Sonderausstellungen folgten: die Weihnachtsausstellung mit dem Thema "Spielkaufläden und technisches Spielzeug", "Spinnen und Weben" zu Lichtmess und im März zu ehemaligen Dorfläden im Gschwender Gemeindegebiet. Diese Aktivitäten wurden erst durch die vielfältigen Arbeiten im Hintergrund möglich.

Der Magazinbereich wurde durch umfangreiche ehrenamtliche Arbeit umgebaut und somit Platz zur Aufbewahrung von Exponaten geschaffen. Der Platzmangel bleibt dabei jedoch als Dauerzustand erhalten. Die Elektrofirma Sturm aus Frickenhofen erneuerte Teile der Elektrik. Umbauarbeiten im Bereich der Dauerausstellung, zum Beispiel im Handwerkerbereich und im Eingangsbereich verbessern das Bild der Ausstellung.

Hervorzuheben ist dabei die Gestaltung des Dorfladens im Eingangsbereich. So verdeckt beispielsweise ein durch Rollen bewegliches Ladenelement den seither störenden Zählerkasten. Zahlreiche Ideen und die Durchführung dieser und noch anderer Arbeiten verdankt der Verein Kurt Häfner und Helmut Altmann.

Mit einem Ausblick auf die Sommer-Sonderausstellung 2015 zum Thema "Frauenleben auf dem Land 1850 bis 1960", die am 12. April eröffnet wird, schloss Eberhard Zimmer seinen Jahresbericht. Rechnerin Heike Haug berichtete über den Haushalt 2014. Die lange geplanten Instandsetzungsarbeiten konnten im vergangenen Jahr erledigt werden. Zu ihrer Finanzierung wurden erhebliche Mittel aus der Rücklage entnommen. Kassenprüfer Herbert Volland bestätigte die ordnungsgemäße Führung der Kasse, der einstimmigen Entlastung stand nichts im Weg. Auch der Haushaltsentwurf 2016 wurde einstimmig genehmigt.

Im Anschluss stellte Eberhard Zimmer einen Neuerwerb aus der Sammlung Hans König vor. Der Altbürgermeister aus Gaildorf verkaufte dem Heimatverein eine Ansichtskartensammlung von etwa 170 historischen Postkarten zu Gschwend und seinen Teilorten und seine postalische Heimatsammlung Gschwend. Erstere nutzte er 1991 zur Herausgabe seines Bildbandes "Gschwend - Bilder aus vergangenen Tagen", letztere diente als Grundlage seines Heftes "Die Post in Gschwend" aus dem Jahr 2001. Sponsoren ermöglichten den Kauf der Materialien.

Die Grüße der Gemeinde überbrachte Gemeinderat Walter Schober. In seinem Grußwort würdigte er die Aktivitäten des Vereins und wünschte weiter gutes Gelingen.

Was sonst noch so läuft

Mühlentag Neben der Museumsarbeit engagiere sich der Verein noch in anderen Bereichen. Der jährliche Mühlentag am Pfingstmontag erfordere umfangreiche Vor- oder Reparaturarbeiten in der Brandhöfer Ölmühle. Wenn dann zu Pfingsten die Mühle läuft, ist das das Verdienst der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die von Walter Geiger koordiniert werden.

Ferienprogramm Die Mitwirkung am Kinderferienprogramm zusammen mit Karl Dollmann gehört auch zum Programm.

Kultur- und Landschaftspfad Die Museumsmacher unterstützen zudem die Dorfgemeinschaften von Rotenhar, Frickenhofen und Mittelbronn bei der Planung und Antragsstellung des "Kultur- und Landschaftspfades Frickenhofer Höhe" und sie arbeiten bei der Planung des Programms aus Anlass der Ernennung des Schwäbischen Waldes zur "Kulturlandschaft des Jahres" mit.

SWP