Volksfest-Generationen Erdbeeren und Festzelt

Marcel König geht gern mit Freunden ins Festzelt.
Marcel König geht gern mit Freunden ins Festzelt. © Foto: Julia Vogelmann
Birgit Trinkle 16.09.2017

Meine erste Erinnerung ans Fränkische Volksfest ist das Feuerwerk. Das war immer etwas ganz Besonderes: lange aufbleiben und miterleben, wie alle staunen und sich freuen. Was da alles am Himmel leuchtet und funkelt und explodiert, das hab ich nie vergessen. Als Kind hab ich Boxautos geliebt, also das Kinderboxauto, und auf dem Kinderkarussell wollte ich immer das Motorrad fahren. Das ist geblieben, ich möchte ja auch den Motorradführerschein machen.

Schöne Erinnerung ist auch das Volksfestgeld von der Familie, vor allem von Oma und Opa. Ich war in der Grundschule in Satteldorf, und erst als ich in Crailsheim in der Schule war, durfte ich allein auf den Platz, mit meinen Freunden. Das war schon etwas ganz anderes. Da waren’s dann schon die Boxautos für Große, die mich begeistert haben. Mit Onkel und Tante ging’s dann auch immer auf die großen Fahrgeschäfte. Angst hatte ich nie, und schlecht ist mir auch nicht geworden, das war einfach nur schön. Da hab ich nie genug gekriegt. Mittlerweile bin ich so ein bisschen rausgewachsen. Heute ist es einfach richtig gut, wenn man nachmittags als Gruppe ins Zelt kann, das macht am meisten Spaß. Schade nur, dass da alles so teuer geworden ist. Wir gehen immer Freitag, Samstag und Sonntag. Montags nur, wenn es sich ergibt und wenn noch Volksfestgeld übrig ist. Was geblieben ist: Ich mag die Schoko-Erdbeeren. Die werden auch nie zu viel.