Ellwangen Ellwangen kriegt die LaGa 2026

Ellwangen / Katharina Scholz 05.07.2018
Die Bewerbung hat überzeugt. Am Dienstag hat der Ministerrat über die Vergabe entschieden.

Was Ellwangens Oberbürgermeister Karl Hilsenbek denkt oder fühlt, lässt er sich in der Regel nicht anmerken. Doch am Dienstagmittag ist ihm die Freude ins Gesicht geschrieben. Gegen 13 Uhr hat er die offizielle Bestätigung bekommen, dass Ellwangen die Landesgartenschau 2026 ausrichten darf. Die Bewerbung war erfolgreich.

„Ich möchte zunächst Danke sagen, weil es eine Teamleistung war“, beginnt Hilsenbek das Pressegespräch im Rathaus. „Bei der Präsentation haben wir gespürt, dass Herzblut dabei war“, sagt er.

Stadtplaner Klaus Ehrmann spricht vom Gemeinschaftssinn in Ellwangen. „Bei der Landesgartenschau will jeder dabei sein. Jeder will das unterstützen“, sagte er und nannte als Beispiel Landwirte, die bereits signalisiert hätten, ihre Flächen für die Landesgartenschau bereitzustellen.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, räumte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) ein, dass in der Entscheidung für Ellwangen auch landespolitische Erwägungen eine Rolle gespielt hätten. Das Kabinett will ihm zufolge damit auch honorieren, dass in Ellwangen die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) eingerichtet wurde. Daher sei unter den guten Bewerbungen die Wahl auf Ellwangen gefallen. Auch geht man Hauk zufolge in Stuttgart nun davon aus, dass der Vertrag mit dem Land dazu verlängert werde.

Ein Park entlang der Jagst

Zwischen dem Ellwanger Bahnhof und Schrezheim soll entlang der Jagst ein Park entstehen. Ein Abschnitt des Flusses wird renaturiert. Besucher sollen die Jagst erleben können. Zum Konzept gehören außerdem Räume für Spiel, Sport und Aufenthalt am Wasser.

Hilsenbek und Ehrmann betonen, dass es jetzt sofort an die Umsetzung der Pläne gehen muss. Oben auf der Prioritätenliste stehen ihnen zufolge die Barrierefreiheit am Bahnhof, die Unterführung von der Innenstadt zum Jugendzentrum und der komplette Wasserbau an der Jagst mit Brückenpark. Leer ausgegangen sind die Bewerber Bad Mergentheim, Ludwigsburg, Rottenburg, Schramberg, Tuttlingen, Altensteig, Engen, Gaildorf und Sulz am Neckar.

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