Rosenberg Ein Künstler mit Leidenschaft für Uhren

JH 09.03.2015
Herbert Conradi aus Rosenberg gestaltet Uhren, die er auch bei Ausstellungen präsentiert. Die Werke spiegeln seine Heimatliebe wider.

Gäste und Freunde, die die Wohnung von Herbert Conradi betreten und sein Arbeitszimmer besuchen, staunen oft nicht schlecht. Viele kleine Kunstwerke, Bilder und zahlreiche Uhren gestalten den Raum. Die Werke haben eines gemeinsam: Sie spiegeln die große Heimatliebe des Rosenberger Künstlers wider.

"Meine kreative Arbeit hat überwiegend mit Beginn meiner Erkrankung begonnen", erzählt Herbert Conradi, der seit 14 Jahren an Parkinson leidet. Durch die fortschreitenden Symptome seiner Krankheit konnte der gelernte Formengestalter und Gießer, der lange Jahre bei den Schwäbischen Hüttenwerken gearbeitet hat, seinen Beruf nicht mehr ausüben. "Damals entstanden viele künstlerische Ideen."

Seine wahre Liebe zu Kunstobjekten entdeckte Conradi in der Verzierung mechanischer Uhrwerke, überwiegend mit heimatlichen Motiven. Eines seiner Gestaltungen zeigt den Eingangsbereich des Besucherbergwerkes "Tiefer Stollen" in Wasseralfingen, eine andere den Aalener Spion. Die tiefe Verbundenheit mit der Rosenberger Musikkapelle kennzeichnet eine Uhr in Form einer Lyra.

Um die 30 Uhren entstanden in vielen Jahren, die Herbert Conradi allerdings nicht zum Verkauf geben möchte - nur präsentieren bei regionalen Ausstellungen. Und manchmal auch verschenken.

Eine weitere Leidenschaft von Herbert Conradi ist auch die Literatur. Da der 69-Jährige heute nur noch bedingt künstlerisch tätig sein kann, hat er kürzlich ein Buch über seine Kindheitserinnerungen in Rosenberg geschrieben. Dabei schildert er in Erzählungen und Skizzen die damalige Armut, aber auch die vielen fröhlichen Ereignisse seiner Jugend. Das persönliche Buch soll auch eine Hommage an seinen geliebten Heimatort sein.