Crailsheim Ein Ereignis von Bedeutung

Urige Atmosphäre: Rund 45 Händler aus ganz Süddeutschland bestücken am Samstag den Crailsheimer Martinimarkt. Foto: Stadt Crailsheim
Urige Atmosphäre: Rund 45 Händler aus ganz Süddeutschland bestücken am Samstag den Crailsheimer Martinimarkt. Foto: Stadt Crailsheim
Crailsheim / STV 08.11.2012
Märkte tragen seit eh und je zur Attraktivität einer Stadt bei. Es liegt nahe, diese traditionellen Einrichtungen zu erhalten und zu pflegen. Einer der ältesten Crailsheimer Märkte ist der Martinimarkt.

Der Martinimarkt ist dieses Jahr am Samstag 10. November, von 8 bis 18 Uhr in der Langen Straße sowie auf dem Marktplatz. 45 Händler aus dem süddeutschen Raum werden das Areal einen Tag lang in ein großes Kaufhaus verwandeln.

Das Angebot an den Marktbuden umfasst vor allem Textilien, Spielwaren, Hüte, Mützen, Geschirr und Haushaltsgeräte, Korbwaren, Bettwäsche, Tischdecken, Holzspielzeug, Kunstkeramik, Geschenkartikel, Gewürze, Tee, Schmuck, Handyzubehör, Holzarbeiten, Trockenblumengebinde, Gusskochgeschirr, Lederwaren, Handtaschen, handgefertigte Puppen, Fensterbilder, Türkränze, Häkelarbeiten, Parfüms, Kräuter, Öle und vieles mehr.

Einen Tag lang wird im Herzen der Stadt also alles zu haben sein, was in Haus und Hof nützlich ist oder womit man sich selbst oder anderen eine Freude bereiten kann.

Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. Ein Imbissbetrieb bietet seine Spezialitäten an. Für Schleckermäuler gibt es gebrannte Mandeln, Popcorn, Süßwaren, Waffeln und vieles mehr. Auf die Kinder wartet ein Karussell, sodass auch die kleinen Besucher ihre Freude am Markt haben können.

Crailsheim hat eine lange Tradition als Marktstadt. So finden die Wochenmärkte seit über 600 Jahren statt. Nicht viel jünger sind die Krämermärkte. Aus der vorreformatorischen Zeit sind sieben Jahrmärkte bekannt. Den Reigen eröffnet stets der Markt am Weißen Donnerstag, also am Donnerstag vor Ostern. Es folgt der Markt am "Osterdonnerstag", also nach Ostern. Ferner wurden Märkte gehalten am Pfingstdienstag, am Johannistag (24. Juli), an Mariä Himmelfahrt (15. August), an Martini (11. November) und der Christmarkt am Heiligen Abend (24. Dezember).

Wann es eine Änderung dieser sieben Märkte gegeben hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls berichten die Chronisten im 18. Jahrhundert von zwei neuen Märkten, zwei alte entfielen dafür. Statt des Marktes am Weißen Donnerstag und an Mariä Himmelfahrt hielt man Märkte ab an Lichtmess (Donnerstag und Fastnacht) und am Tage Kreuzerhöhung (14. September).

Als reine Verlegung kann der Markt im August angesehen werden, denn statt an Mariä Himmelfahrt wurde am Laurenziustag (10. August), also dem Kirchweihfest für die Liebfrauenkapelle, der Jahrmarkt gehalten. Von diesen Märkten blieben nur zwei bis heute erhalten: der Martinimarkt und der Thomasmarkt. Info Am Samstag wird wegen des Martinimarkts der gleichzeitig laufende Wochenmarkt auf den Schweinemarktplatz verlegt.