Waldenburg Eigenes Werk für Antriebe - Ziehl-Abegg erweitert Kapazität

Waldenburg / MARIUS STEPHAN 09.05.2014
Insgesamt 30 Millionen Euro investiert der Ventilatoren- und Motorenbauer in das neue Werk. Zur Eröffnung besichtigte Landeswirtschaftsminister Dr. Nils Schmid den Komplex an der Autobahn 6.

Gute Arbeit zahlt sich aus: Vor einigen Jahren war die Automotivesparte von Ziehl-Abegg laut Vorstandsvorsitzendem Peter Fenkl noch eine mehr oder weniger unbedeutende Abteilung. Nun zog "Automotive" zusammen mit dem Antriebsbereich des Unternehmens in ein eigens aufgebautes Werk. "Die Mannschaft hat es geschafft, sich aus der Verlustzone zu ziehen und eine Perle von Ziehl-Abegg zu werden", sagte Fenkl zur Eröffnung. In dem 16.000 Quadratmeter großen Neubau wird neben Aufzugsmotoren auch das viel prämierte "ZA-wheel", ein elektrischer Antrieb für Nutzfahrzeuge hergestellt.

Landeswirtschaftsminister Nils Schmid lobte die Innovationskraft des Unternehmens: "Die Inbetriebnahme steht für die Zukunft der Automobilindustrie in all ihren Facetten." Ebenso wies er darauf hin, dass die Elektromobilität eine Chance für Technologieunternehmen nicht nur aus der Automobilbranche sei.

Nach lediglich sieben Monaten Bauzeit zogen die beiden Geschäftsbereiche mit ihrer Ausrüstung und den Mitarbeitern in die bewusst repräsentativ gestalteten neuen Hallen ein. Der Umzug dauerte gerade einmal vier Wochen und kam ohne Produktionsstopp aus. Neben den 27 Millionen Investitionssumme für die Gebäude, steckte Ziehl-Abegg noch einmal drei Millionen in die Erweiterung des Maschinenparks. "Wir wollen weiter wachsen und in zehn Jahren 1400 neue Mitarbeiter am Standort beschäftigen", so Peter Fenkl.

Eine besondere Überraschung hatte Joachim Schaaf zur Einweihung parat: Der Vorsitzende des Zweckverbandes Gewerbepark Hohenlohe verkündete, dass die bisherige Max-Eyth-Straße - an der die beiden Ziehl-Abegg-Werke liegen - in Kürze in Günter-Ziehl-Straße umbenannt wird. Der sichtlich gerührte Uwe Ziehl, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Ventilatorenbauers und Sohn von Günter Ziehl, konnte sich schon einmal über das überreichte Straßenschild freuen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel