Kirchberg / MARIUS STEPHAN  Uhr
Im ländlichen Raum tun sich Unternehmen besonders schwer, sich zu entwickeln. Deshalb gibt es Förderungen. Ein Teil davon geht nach Kirchberg.

“Ich freue mich, dass in der aktuellen Auswahlrunde unserer Förderlinie Spitze auf dem Land zehn hervorragende Unternehmen zum Zuge gekommen sind, die jetzt einen Schub für ihre weitere Entwicklung bekommen. Das Land setzt mit insgesamt 3,3 Millionen Euro gezielte Impulse für einen lebenswerten Ländlichen Raum“, sagt der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Er spricht dabei von der Förderinitiative „Spitze auf dem Land“, die zehn Projekte von Firmen ausgewählt hat. Zu den Unternehmen, die den Sprung auf die Liste geschafft haben, gehört E+K Sortiersysteme aus Kirchberg. “Wir haben uns mit unserer Firmenerweiterung für die Fördermittel beworben“, erklärt Geschäftsführer Uwe Herold. Da die Fördermittel an eine Technologieführerschaft geknüpft sind, reicht die bloße Erweiterung des Unternehmens nicht aus. Das wie ist entscheidend: “Das ist ein hochkomplexes Projekt“, weiß Herold. Es gehe unter anderem um neuartige Fertigungsmethoden, die auf den 2000 Quadratmetern der Produktionserweiterung eingesetzt werden sollen. Herold spricht von einer Förderungssumme von 300.000 Euro, was einem Invest von rund drei Millionen Euro gegenübersteht. “Wir freuen uns über den Zuschlag der Fördermittel für E+K, aber das Projekt ist davon unabhängig. Auch ohne die Förderung hätten wir erweitert“, sagt Herold.

Die Fördermittel stammen aus dem landeseigenen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Insgesamt stehen über die siebenjährige Förderperiode hinweg rund 31 Millionen Euro zur Verfügung. Die in der sechsten Runde ausgewählten Unternehmen können nun ihre konkreten Förderanträge bei der L-Bank, der Förderbank des Landes, einreichen. Die L-Bank nimmt eine abschließende Prüfung vor und bewilligt die Zuschüsse. Neben E+K haben zwei weitere Unternehmen aus der Region Projekte eingereicht und den Zuschlag erhalten: Wrapping Solutions aus Rosengarten bei Schwäbisch Hall und Nivus aus Eppingen bei Heilbronn.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ spricht das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum an, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz aufweisen. Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro.

Bezuschusst werden durch die Initiative umfassende Unternehmensinvestitionen in den Bereichen Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer Dienstleistungen und Produkte.