In Dinkelsbühl geht es trotz Corona wieder stark aufwärts – gastronomisch, touristisch und im Einzelhandel – so der eindeutige Tenor von Vertretern, der Stadt, der Gastronomie und Hotellerie und des Citymarketings. Davon berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.
„Die Nachfrage ist hoch, wir müssen Gäste heimschicken, weil wir keinen Platz im Biergarten haben“, berichtet etwa Tanja Stelzle vom Hotel-Gasthof Sonne. „In der Gastronomie ist ab Juli wieder absolute Normalität eingetreten“, bestätigt Florian Kellerbauer, Chef des benachbarten Hotel Deutsches Haus.
Auch im Tourismus zeigen alle Kennzahlen nach oben. So führt Philip Schürlein, der Leiter des Amts für Tourismus und Kultur, auf, dass die zwei- bis dreimal pro Tag laufenden Stadtführungen zu 90 Prozent ausgebucht sind. Zudem würden Gruppenreisen an Fahrt gewinnen und Anfragen und Buchungen hereinkommen. Diese Tendenz hört Bernd Hauf von der Brauerei-Gaststätte Wilder Mann gerne: „Die Auslastung unseres großen Saals war bei null. Die eine oder andere Buchung einer kleineren Feier kommt aber mittlerweile wieder rein.“

Das Marketing angepasst

„Wir haben viele Radfahrer und die Buchungen sind spontaner als die vergangenen Jahre“, berichtet Stelzle. Armin Meiser, der in der Altstadt ein Hotel-Café-Restaurant und vor den Toren Dinkelsbühls ein großes Hotel betreibt, hat das Marketing angepasst – und das hat sich gelohnt. Auch bei ihm ist der prozentuale Anteil an Privattouristen sehr hoch. „Wir haben uns hier die letzten zwei Monate sehr gut aufgestellt und liegen somit insgesamt nur rund fünf Prozentpunkte unter dem geplanten Niveau.“
 „Die Geschäfte profitieren, dass Menschen in der Stadt sind“, betont Citymanagerin Antje Krumbholz, „Hotellerie und Gastronomie brauchen den Einzelhandel und umgekehrt – gerade in solchen schwierigen Zeiten.“ Bei Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer klingt das so: „Die Verzahnung von Tourismus und Einzelhandel ist eine große Chance für Innenstädte.“