Dieser Tage hat die Dinkelsbühler Stadtverwaltung alle Gastronomen und Hoteliers aus der Stadt zu einer Konferenz eingeladen, um mit ihnen Hilfsmaßnahmen zu diskutieren, wie die zum Teil existenzbedrohenden Auswirkungen der Corona-­Krise abgefedert werden beziehungsweise welche Maßnahmen ergriffen werden können, wenn die Betriebe in den nächsten ­Tagen schrittweise wieder hochgefahren werden können.

Um bei der Liquiditätssicherung zu helfen, wies Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer darauf hin, dass Anträge auf unverzinsliche Stundung der Gewerbesteuer beziehungsweise der Fremdenverkehrsabgabe schnell und unbürokratisch durch die Kämmerei genehmigt werden können.
Ein Erlass der Steuern und Abgaben mache nach derzeitiger Rechtslage keinen Sinn, weil dieser allein den Freistaat Bayern entlasten würde. In einem Brief an den bayerischen Finanzminister bat Dr. Hammer darum, einen möglichen Verzicht auf diese Steuern seitens der Stadt voll den belasteten Betrieben zukommen zu lassen.
Für das Jahr 2020 wird die Stadt zudem keine Gebühren für Sondergenehmigungen von Bewirtschaftungsflächen auf öffentlichem Grund erheben. Da bei der in den nächsten Wochen wieder möglichen Außenbewirtschaftung Sicherheitsabstände zwischen den Gästen einzuhalten sind, hat die Stadt das Motto „Tisch vor Auto“ ausgegeben. Dies bedeutet, dass großzügig weitere Flächen auf Antrag zur Verfügung gestellt werden, auch auf Parkflächen – solange die Verkehrssicherheit noch gegeben ist. Im nächsten Jahr soll es auch keine größeren Baustellen in der Altstadt geben, um der Stadt ausreichend Platz zum Feiern und Bewirten zu lassen. Zusammen mit den Tourismusverbänden will Dinkelsbühl das Marketing für den Inlandtourismus verstärken, wie Philip Schürlein, Leiter des Amt für Tourismus und Kultur, ankündigte.
Das Amt für Tourismus und Kultur wird außerdem versuchen, mit den Gastronomen für das Jahr 2020 ein modifiziertes Veranstaltungs- und Touristenprogramm zu entwickeln. Welche Maßnahmen auch für das Jahr 2021 erforderlich sind, wird die Stadt in ­einem zweiten Treffen mit den Gastronomen und Ho­teliers im Herbst eruieren. Möglicherweise wird es eine groß ­angelegte Werbekampagne geben.
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