Dinkelsbühl Dinkelsbühl bekommt dauerhafte Außenstelle der Landesfinanzschule zugesichert

Auch der Standort Ansbach wird bis 2018 ausgebaut.
Auch der Standort Ansbach wird bis 2018 ausgebaut. © Foto: Landesfinanzschule
CORINNA SCHARNAGL 13.03.2015
Es war ein Wechselbad der Gefühle, das Oberbürgermeister Christoph Hammer durchlebte - doch jetzt steht es fest. Die westmittelfränkische Stadt profitiert von den Plänen des Bayerischen Finanzministers.

Die Bayerische Staatsregierung hat eines ihrer derzeit wichtigsten Projekte beschlossen: die Verlagerung von Behördenstellen aufs Land. Nach Angaben von Finanzminister Markus Söder (CSU) werden in den kommenden Jahren insgesamt 2225 Stellen von Beamten und Tarifbeschäftigten verlagert. Hinzu kommen 930 Plätze von Studierenden an mehreren verschiedenen Hochschulen. Diese Verlagerungen sind Teil der sogenannten Heimatstrategie. Durch diese Strategie soll der ländliche Raum gestärkt und weiterentwickelt werden mit dem Ziel, dass gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern geschaffen und die Folgen des demographischen Wandels abgefedert werden. Zwangsversetzungen werde es laut Söder aber nicht geben.

Dinkelsbühl erhält eine neue Außenstelle der Landesfinanzschule Ansbach mit acht Beschäftigten und rund 100 Studierenden. Erst bekam Bürgermeister Dr. Christoph Hammer die Nachricht, dass seine Stadt eine bis 2019 befristete Außenstelle bekommen soll. Davon war der Rathauschef nicht sehr begeistert: "Das ist für mich unverständlich, weil bei einer Befristung kriege ich überhaupt keine Investoren her." Kurze Zeit später aber stand fest, dass die Befristung hinfällig ist und Dinkelsbühl eine dauerhafte Außenstelle bekommen soll.

"Auch die Landesfinanzschule selbst in Ansbach wird gestärkt. Dadurch wird ein zusätzlicher wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung unserer Region gesetzt. Es entstehen dadurch weitere wertvolle Arbeitsplätze", sagt der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Die Landesfinanzschule in Ansbach wird in den kommenden Jahren erweitert. Die Vorbereitungen für den Ausbau laufen zwar schon seit langem - jetzt steht aber auch fest, ab wann gebaut werden soll. Im Herbst nächsten Jahres soll es losgehen. Das teilte Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger bei seinem Besuch in Ansbach kürzlich mit. Das neue Gebäude am Beckenweiher wird Platz für 260 Betten haben. Auch eine Mensa ist geplant. Im September 2018 wird alles fertig. Künftig gibt es in Ansbach rund 700 Ausbildungs- und Fortbildungsplätze für junge Finanzbeamte. Und davon werden viele profitieren - vom Friseur bis zum Gasthof. Schon jetzt sehen viele in der Landesfinanzschule auch einen wichtigen Wirtschaftsmotor für die Region.