Flüchtlinge Die LEA in Ellwangen ist akzeptiert

Die Landeserstaufnahme (LEA) in Ellwangen gibt es seit drei Jahren.
Die Landeserstaufnahme (LEA) in Ellwangen gibt es seit drei Jahren. © Foto: Archiv
Ellwangen. / swp 10.04.2018

Im April 2015 startete die Flüchtlingsunterbringung auf einer Teilfläche der ehemaligen Reinhardt-Kaserne in Ellwangen. Der Anstieg der Flüchtlingszahlen im Land machte 2014/2015 den Ausbau der Erstaufnahmekapazitäten notwendig – zusätzlich zu den LEAs in Karlsruhe und Meßstetten. Ein Baustein im Ausbaukonzept war die Errichtung der LEA in Ellwangen, teilt das Regierungspräsidium jetzt mit.

Wegen stark steigender Flüchtlingszahlen im Sommer 2015 waren die ersten Monate in der Einrichtung sehr turbulent und von massiver Überbelegung geprägt. Die für 500 bis 1000 Menschen konzipierte Einrichtung beherbergte kurzzeitig über 4000.

Diese Ausnahmesituation verlangte den Beteiligten alles ab. „Die Stadt war in dieser Phase einer enormen Belastung ausgesetzt, die sie jedoch dank des Verständnisses und der Hilfsbereitschaft der Einwohner sehr gut bewältigen konnte. Was die Ellwanger geleistet haben, ist nicht selbstverständlich. Es zeigt sich, dass gerade auch in ländlichen Regionen die Zivilgesellschaft hervorragend funktioniert“, sagte jetzt Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Anfang 2016 kehrte durch den massiven Ausbau der Unterbringungskapazität im Land und den Rückgang der neu ankommenden Flüchtlinge Normalität in der LEA ein.

Der Alltag läuft reibungslos

Viele Flüchtlinge haben in den drei Jahren die Erstaufnahmeeinrichtung durchlaufen. Inzwischen läuft der Alltag in der LEA reibungslos, die Verfahren haben sich eingespielt. Die Geflüchteten erfahren in Ellwangen eine positive Aufnahme. Mittlerweile hat sich ein Miteinander im Zusammenleben von Bevölkerung und Flüchtlingen verfestigt. Die Bewohnerzahl liegt konstant bei 400 bis 600 Menschen.

Um Zustände wie 2015 zu vermeiden, plant das Land, strategisch langfristig eine ausreichende Zahl der Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen zu erhalten und strebt eine Verlängerung des bis 2020 befristeten Nutzungsvertrags mit der Stadt Ellwangen und dem Ostalbkreis an. Hierzu gibt es am 13. April in Ellwangen eine Einwohnerversammlung, an der auch der Regierungspräsident Wolfgang Reimer teilnehmen wird.

Info Die Einwohnerversammlung beginnt am Freitag, 13. April, um 18 Uhr im Hariolf-Gymnasium. Veranstalter ist die Stadt Ellwangen.