DIE HT-UMFRAGE: "Kann gesund für den Körper sein"

BIANCA GAGSTATTER UND LUIS HAMPEL 16.02.2013
Kaum ist der Fasching vorbei, fangen viele Menschen das Fasten an. Das HOHENLOHER TAGBLATT hat Passanten in Crailsheim befragt, auf was sie verzichten könnten, und auf was nicht.

Tim Belschner aus Kirchberg hat noch nie gefastet und hat es auch nicht vor. "Ich selbst halte nicht viel vom Fasten", sagt er. Er könnte sich jedoch vorstellen, einige Tage auf Gemüse und Facebook zu verzichten. Außerdem wäre es durchaus eine Option für ihn, weniger Fleisch und Süßigkeiten zu essen. "Wirklich darauf zu achten, was ich an zu fettigen und kalorienreichen Nahrungsmitteln zu mir nehme, ist mir zu viel Aufwand. Ich esse, was mir schmeckt", bemerkt der 15-jährige Schüler.

Angelina Deniz verzichtet eine Woche lang auf Schokolade und andere Süßigkeiten. Sie trinkt nur noch Wasser und nimmt allgemein weniger zu sich, auch weniger Fleisch. Es ist ihr erster Versuch zu fasten: "Ich wollte das einfach mal ausprobieren, wie das so ist", erklärt die 18-jährige Auszubildende.

"Ich habe kein Problem damit, wenn Menschen in meinem Umfeld fasten, Ich selbst jedoch sehe keinen Grund dazu", betont Rainer Leußer (53) aus Wörnitz. Er könnte sich nicht vorstellen, auf etwas zu verzichten. Außer vielleicht auf Schokolade. Jedoch hat er Verständnis dafür, wenn Menschen auch aus religiösen Gründen anfangen zu fasten.

"Beim Fasten total vom Essen und Trinken abzusehen, hat für mich keinen Sinn", meint die 20-jährige Anna Ehrmann aus Birkelbach, die mit ihrem kleinen Bruder unterwegs ist. Sie selbst muss aber zugeben, dass sie es noch nie auf eigene Faust ausprobiert hat, langfristig auf etwas zu verzichten. "Was ich mir aber durchaus vorstellen könnte, ist, keinen Alkohol, kein fettiges Essen sowie keine größeren Mengen Fleisch zu mir zu nehmen. Dies kann ja durchaus gesund für den Körper sein", teilt die junge Frau mit.

Luisa Gölder (15) hat schon einmal einen Monat lang gefastet. Durch die Idee ihrer Mutter aß die ganze Familie einen Monat lang weniger Fleisch und Süßigkeiten, wie zum Beispiel Schokolade. "Einen wirklichen Grund hatten wir nicht, es war nur eine Art Selbstversuch", erklärt sie. Die Religion habe dabei keine Rolle gespielt, meint die aus Erkenbrechtshausen stammende Schülerin. "Für mich war es wirklich eine gute Erfahrung."