Heimatfest Die Goldbacher ziehen wieder alle Register

Goldbach / HARALD ZIGAN 03.06.2013
Erstaunlich, welche Talente in einem Dorf schlummern - zum Beispiel in Goldbach: Zu ihrem Heimatfest am Wochenende warteten die Bürger mit einem wahrhaft "güldenen" Programm für ihre Gäste auf.

Das "Vorstädtchen" von Crailsheim zählt gerade mal 950 Einwohner. Allein beim Heimatabend am Samstag mischten 100 Akteure im Festzelt mit. Und beim Festzug am Sonntag zogen die Bürger nochmals alle kreativen Register - auch für die vielen Ex-Goldbacher, die nach zehn Jahren wieder aus allen Himmelsrichtungen angereist waren und wehmütig in alten Erinnerungen schwelgen konnten (die weiteste Reise legten Siggy und Roy Lowe aus Vine Grove im US-Bundesstaat Kentucky zurück).

Kein Wunder also, dass Karl Druckenmüller mit dem Verein "Goldbacher Tradition" an seiner organisatorischen Seite nicht nur die Feuertaufe als neuer Ortsvorsteher blendend überstanden hat: Wer solche Bürger und ihren Zusammenhalt hinter sich hat, braucht nicht bang zu sein um die Zukunft eines Dorfes. So sah es auch der Crailsheimer Oberbürgermeister Rudolf Michl. Und in der neuen Siedlung, die derzeit entsteht, werde angesichts der "offenen Goldbacher Herzen" das Zusammenleben ebenfalls gelingen. Dass in den Herzen der Goldbacher auch etwas bleibt vom "Wiederentdecken der Heimat" als Ort der Sicherheit, der Verlässlichkeit und des Vertrauens - das wünschte sich die Pfarrerin Ursula Arend-Nonnenmann. "Akzeptanz, Wärme und große Freundschaft" hat nach seinen Worten auch der "Flachland-Niederländer" Guy Franquinet in seiner neuen Heimat gefunden: Der Vorsitzende des Vereins "Goldbacher Tradition" präsentierte den 800 Gästen im Festzelt eine Bilderschau mit heimeligen Motiven aus Dorf und Landschaft - und konnte sich dabei einige Seitenhiebe gegen Windräder nicht verkneifen.

Uneingeschränkten Beifall gabs für das Unterhaltungsprogramm: Lichterfest-Freunde, Stammtischler aus der legendären Wirtschaft "Wolfsschlucht", der Schwimmverein "Goldbad", der gemischte Chor und die "Jungen Fuchsloch-Lerchen" nebst den Floriansjüngern und ihren Partnerinnen sowie die Tischtennis-Damen und die Fußballer des TSV Goldbach wirbelten drei Stunden lang gesangsstark und anekdotenreich über die beiden Bühnen - und machten einer tiefen Erkenntnis des einstigen Bürgermeisters Hans Schuster alle Ehre: "Der Name Goldbach kommt von den goldenen Menschen, die hier wohnen". . .