Insolvenz Die Geschäfte werden fortgeführt

Crailsheim / Mathias Bartels 09.12.2016
Insolvenz: In unruhiges Fahrwasser ist die EDT GmbH mit Sitz im Crailsheimer Industriegebiet Südost geraten.

Unerwartete Forderungsausfälle haben die Edelstahl Design Technik GmbH in Crailsheim, kurz EDT, in finanzielle Schieflage gebracht. Jetzt hat die Firma, die im Jahr 2001 gegründet wurde und mit der Eigenproduktion begonnen hat, beim Crailsheimer Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Zehn Jahre zuvor war Firmengründer Berthold Heim mit einem Vorläufer-Unternehmen in Gröningen gestartet.

„Der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Wir werden die Lage analysieren und alles tun, um das Unternehmen zu retten“, äußerte sich Dr. Jochen Zaremba aus der Nürnberger Kanzlei „Schwartz Insolvenzverwalter“. Das Amtsgericht Crailsheim hat ihn zum vorläufigen Insolvenzverwalter der EDT bestellt.

Das Unternehmen mit Sitz in der Hofäckerstraße 14 produziert und handelt mit Edelstahleinrichtungen und -anlagen aller Art, insbesondere Reinigungsanlagen und Hygieneeinrichtungen für die Nahrungsmittelbranche und die Pharmaindustrie. Die Gesellschaft beschäftigt laut Zaremba aktuell 44 Arbeitnehmer. Erst vor Jahresfrist war der Betrieb von der Flügelau ins Industriegebiet Südost umgesiedelt.

Der Auftragsbestand sei gut, so Zaremba. Allerdings hätten Forderungsausfälle den Betrieb in finanzielle Bedrängnis gebracht. Anfang des Jahres hatte das Hohenloher Tagblatt in einem Bericht über das Unternehmen festgehalten, es würden rund zehn Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet. Kurz zuvor war über „den größten EDT-Auftrag überhaupt“ berichtet worden. Der chinesische Lebensmittelkonzern Liwayway Co. Ltd. hatte fünf große Waschanlagen geordert.

An die 300 verschiedene im Haus hergestellte Produkte zählen zum Portfolio. Die EDT-Spezialgeräte werden im Haus entwickelt. Der Export machte zuletzt bis zu 80 Prozent der Produktion aus, berichtete Gesellschafter Berthold Heim im Februar des Jahres.

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