Sulzbach-Laufen Der Rat hats lieber "unauffällig" Bebauungsplan "Eisbach II": MBS-Bauten nicht im gewohnten Blau

Blau ist die Farbe der MBS. Für die Erweiterung werden allerdings weniger auffällige Farben gewünscht. Foto: ka
Blau ist die Farbe der MBS. Für die Erweiterung werden allerdings weniger auffällige Farben gewünscht. Foto: ka
Sulzbach-Laufen / PETRA ZOTT 21.09.2012
Geht es nach dem Sulzbach-Laufener Gemeinderat, sollen die künftigen Gebäude der Firma MBS nicht im gewohnt satten Blau glänzen.

Die Verlegung des Eisbachs wird, wie mehrfach berichtet, über ein gesondertes Verfahren vorangetrieben. Parallel dazu läuft jedoch das Bebauungsplanverfahren, damit die Firma MBS auf dem frei werdenden Gelände auch bauen kann. In seiner jüngsten Sitzung beriet der Sulzbach-Laufener Gemeinderat über die Stellungnahmen, die Anlieger und Träger öffentlicher Belange dazu abgegeben haben. Einstimmig stimmten sie den Vorschlägen des Kreisplanungsamtes zu. Über den Bebauungsplan selbst kann das Gremium aber erst abschließend entscheiden, wenn das Wasserrechtsverfahren beendet ist, sprich: Wenn klar ist, ob der Eisbach nun verlegt werden darf oder nicht (die RUNDSCHAU hat mehrfach berichtet).

Tenor der meisten Stellungnahmen ist der Natur- und Landschaftsschutz. Kritisch gesehen wird das Vorhaben auch vom Regionalverband Heilbronn-Franken, der auf den geltenden Flächennutzungsplan verweist und das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Maßnahme anzweifelt. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt regt an, zur Vermeidung von Verschattung den Fichtenwald oberhalb des Hanges etwas zurückzunehmen. Außerdem schlägt man eine Fassadenbegrünung vor.

Die Anwohner wiederum wiesen auf mögliche Beeinträchtigungen hin, sollte nicht ausreichend für Lärmschutz gesorgt werden.

Auch die Farbgebung ist den Anwohnern wichtig, was Gemeinderat Christoph Stier verstehen kann: "Wer will schon vor einer blauen Wand wohnen?" Deshalb soll auf eine Eingrünung und möglichst auch auf Begrünung der Dächer geachtet werden.

Bürgermeister Bock schlug zudem vor, in den Maßgaben des Bebauungsplanes "unauffällige", also natürlich Farbtöne festzuschreiben. Dr. Wolfgang Gilgen von der Firma MBS signalisierte hier Kompromissbereitschaft.

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