Superhelden Der Kopf entscheidet die Größe

Matthias Loibl zeigt den Jugendlichen Tricks, wie man eine Hand zeichnet.
Matthias Loibl zeigt den Jugendlichen Tricks, wie man eine Hand zeichnet. © Foto: Johannes Ihle
Johannes Ihle 21.04.2017
Comics zeichnen leicht gemacht: Matthias Loibl zeigt Jugendlichen wie es geht.

Mit Superhelden kann man dem Alltag entfliehen. In Comics zeigen sie eine ganz eigene Welt. Doch wie entstehen die gezeichneten Stars? Das hat Matt­hias Loibl von der ersten Comicschule „World of Comics“ aus München 13 Jugendlichen bei der Veranstaltung „Comics zeichnen rund um die Welt“, die in der Kinder- und Jugendkulturwoche angeboten wurde, nähergebracht. Die Kinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren lernten, wie eine Comicfigur aufgebaut ist, wie man sich eigene Geschichten ausdenkt und wie Comics überhaupt entstanden sind. Auch konnten die Jugendlichen in seltenen Comic-Ausgaben stöbern, die Loibl aus seiner Schatzkammer mitgebracht hat.

„Für jeden Comic-Helden ist ein Grundmodell nötig“, sagt Matthias Loibl. „Denn damit sehen die Figuren immer gleich aus und haben die gleichen Proportionen.“ Beim Zeichnen wird immer mit dem Kopf begonnen. Die Größe des Kopfes ist entscheidend für die restlichen Körperteile, die anhand der Kopfhöhe und der Kopfbreite ausgemessen werden. So ist beispielsweise der Brustkorb zweimal so breit wie der Kopf und einmal so hoch.

Gilt noch zu klären: Warum haben Superhelden immer eine Unterhose über dem Anzug an, wo sie doch so schlau sind? „Weil die Hüfte sehr kompliziert zu zeichnen ist und eine Unterhose eben nicht“, erklärt Loibl das Phänomen Unterhose.