Feuchtwangen / RALF STEGMAYER  Uhr
„Der Duft von Schabbat – Besamime und jüdische Ritualgeräte“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die jetzt in Feuchtwangen eröffnet wurde.

Die Feier des Schabbats hat bei frommen Juden eine zentrale Bedeutung. Es ist der Tag der Arbeitsruhe, der in Familie und Synagoge mit festgelegten Zeremonien gefeiert wird. Nachdem das Haus geputzt und alles für die festlichen Mahlzeiten besorgt wurde, beginnt der Schabbat am Vorabend, dem Freitag, mit dem Anzünden der Schabbatlichter.

Der Schabbat endet, wenn am Samstagabend drei mittlere Sterne sichtbar sind. Dann ist es Zeit für die Hawdala-Zeremonie, der Unterscheidung zwischen Schabbat und Wochentag. Es wird ein Segen gesprochen über einen Kelch mit Wein, eine Besamim-Dose mit Gewürzen und eine geflochtene Kerze.

Besamimdosen sind immer durchbrochen, damit die darin enthaltenen Gewürze ihren Duft entfalten können. Sehr häufig haben sie die Form von Stadttürmen und sind reich verziert. In der Ausstellung werden mehr als 30 silberne Besamimdosen gezeigt, die im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland, aber auch in Osteuropa und Israel hergestellt wurden.

Auch Feuchtwangen hatte eine aktive jüdische Gemeinde. Die jüdischen Bürger wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und vertrieben, ihre Synagoge 1938 niedergebrannt. Die Geschichte der Synagoge in Feuchtwangen und der jüdische Friedhof in Schopfloch sind weitere Themen.

Info Das Fränkische Museum in Feuchtwangen ist geöffnet im September mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, von Oktober bis Dezember von 14 bis 17 Uhr.

Info

Geöffnet: September: Mi bis So 11.00 – 17.00 Uhr; Oktober, November, Dezember: Mi bis So 14.00 – 17.00 Uhr. Führungen und Museumspädagogik nach Vereinbarung. Öffentliche Führungen: So 09.10.2016, 15 Uhr; So 13.11.2016, 15 Uhr; So 04.12.2016, 15 Uhr. Führungen und Museumspädagogik nach Vereinbarung. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Weitere Auskünfte unter Tel. 09852-615224, E-Mail: info@fraenkisches-mueum.de, www.fraenkisches-museum.de.