Ein gemütlicher Gang über den Festplatz, eine halsbrecherische Fahrt in einem Fahrgeschäft oder ein leckeres Essen im Zelt: Das Fränkische Volksfest hat für jeden etwas zu bieten. Gestern um 14 Uhr wurde der Vergnügungspark eröffnet – und von uns natürlich sofort getestet. Mehr als 90 Aussteller, deren Attraktionen und kulinarische Köstlichkeiten locken an den Festtagen die Besucher wieder in Scharen auf den Volksfestplatz.

Überschlag in 65 Metern Höhe mit „Infinity“

Heuer können bei den Fahrgeschäften einige Neuerungen ausprobiert werden: Für Adrenalin-­Junkies gibt es die „Infinity“, laut Betreiber Hoefnagels und Söhne mit 65 Metern das höchste mobile Looping-Karussell der Welt. 125 Stundenkilometer werden hier erreicht – und einen Überschlag gibt es auch.

Dabei wirkt eine Beschleunigungskraft von 5G auf den Körper, also die fünffache Erdanziehungskraft. Zum Vergleich: Die höchste Achterbahn Deutschlands, die „Silver Star“ im Europapark, erreicht lediglich 4G. Das war uns dann doch etwas zu extrem, weshalb wir uns auf andere Fahrgeschäfte gestürzt haben.

Schwungvoll auf und ab bei „Voodoo Jumper“

Der „Voodoo-Jumper“.
© Foto: Luca Schmidt

Was von außen harmlos aussieht, hat es wirklich in sich: Beim Fahrgeschäft „Voodoo Jumper“ kommen Groß und Klein auf ihre Kosten. In rasantem Tempo werden die Mitfahrer nicht nur auf und ab geschleudert – das gesamte Karussell dreht sich zusätzlich im Kreis und die Doppelsitze noch einmal um die eigene Achse. Wem hier nicht flau im Magen wird, der kann die Aussicht auf den Festplatz genießen. Fazit: Die perfekte Alternative für alle, die sich nicht auf das Looping-Karussell „Infinity“ trauen.

Youtube Eine Fahrt im Voodoo-Jumper

Gruselspaß mit Adrenalinkick bei „Spuk – der Geistercoaster“

„Spuk - Der Geistercoaster“
© Foto: Luca Schmidt

Das Fahrgeschäft „Spuk – der Geistercoaster“ vereint Achterbahn und Gruselfaktor in einem. Also endlich mal kein Geisterhaus, durch das man selbst laufen muss. Und das ist auch gut so, denn während der Fahrt werden so manch einem sicherlich die Knie weich. In dunklen Räumen tauchen verschiedene gruselige Figuren auf. Nach zwei Minuten nimmt die Gruselfahrt ihr Ende. Aber Achtung, der größte Schrecken kommt zum Schluss! Fazit: Kleinen Volksfest-Besuchern könnte es angst und bange werden.

Raus aus dem Labyrinth bei „Walk of Fame“

Der „Walk of Fame“.
© Foto: Luca Schmidt

Spieglein, Spieglein an der Wand, wo ist der Ausgang hier im Land? Im Laufgeschäft „Walk of Fame“ geht es nur um eines: den richtigen Weg hinaus zu finden. Gar nicht so einfach, denn die spiegelnden, durchsichtigen Kunststofffenster führen einen immer wieder aufs Glatteis. Wichtige Regel: nicht rennen, sonst klebt man ziemlich schnell an einer Scheibe. Wer sich jedoch Zeit lässt und sich den Weg ab und zu auch mal ertastet, der ist relativ zügig am Ausgang. Fazit: Perfekt für Kinder bis zwölf Jahre.

Action in 50 Metern Höhe bei „Mr. Gravity“

„Mr. Gravity“.
© Foto: Luca Schmidt

Nichts für schwache Mägen ist das Fahrgeschäft „Mr. Gravity“. Mit 100 Stundenkilometern werden die Besucher zunächst nur in der Waagerechten im Kreis geschleudert. Im Laufe der dreiminütigen Fahrt macht das gesamte Karussell eine 180-Grad-Drehung. Der Höhepunkt ist erreicht, wenn man in 50 Metern Höhe mit Blick nach unten über dem Boden hängt und sich das Fahrgeschäft in der Senkrechten weiterdreht. Fazit: Wer auf dem Volksfest nach einem Adrenalinkick sucht, wird ihn hier garantiert finden.

Rasanter Musikgenuss bei „Musik-Express“

Der „Musikexpress“.
© Foto: Luca Schmidt

Musik an, Hände hoch und los geht’s: Der „Musik-Express“ darf nicht auf dem Crailsheimer Volksfest fehlen. Kein Überschlag, immer auf dem Boden, aber Drehwurm garantiert. Wobei der Express heuer zwar nicht rückwärts fährt, dafür aber gefühlt deutlich schneller als in den vergangenen Jahren. Das bedeutet: Jeder Fahrgast wird noch stärker nach außen gedrückt. Erst, wenn man sich sicher ist, demnächst mit dem kompletten Zug zu entgleisen, wird abgebremst. Fazit: solider Fahrspaß für jeden Volksfestgänger.

Youtube Eine Fahrt im Musikexpress

Der Klassiker „Polyp“ – ein Muss

Der Klassiker „Polyp“.
© Foto: Luca Schmidt

Was ist schon das Crailsheimer Volksfest ohne eine Runde Polyp? Das Fahrgeschäft von Manfred Schinkel aus Fichtenau zählt zu den Klassikern und hat seinen Standort jedes Jahr an der Ecke neben dem Kettenkarussell. Die Gondeln in Fischform wippen auf und ab, während das Fahrgeschäft unterschiedlich schnell rotiert. Fazit: Beim Besuch des Festplatzes ein absolutes Muss – besonders am Abend, wenn die rund 400 Lämpchen die Polyp-Arme erst richtig zur Geltung bringen.

Es gibt auf dem Volksfest noch mehr als Fahrgeschäfte

Wer eine Pause vom vielen Fahren braucht, kann sich bei einer der zahlreichen Buden einen kleinen Imbiss gönnen. Um den großen Hunger der Gäste kümmern sich die Wirte in den Festzelten.

Apropos Zelt: Hier gibt es auch gleich mehrere Höhepunkte des Volksfests. Ob Peter Wackel und die Troglauer im Sony-Boy-Papert-Zelt oder Stefanie Hertel und die Charly-M-Band im Engel-Zelt: Hier ist immer etwas geboten.

Dabei stehen auf dem Volksfestplatz nicht nur Fahrgeschäfte, Imbissbuden und Festzelte: Dazwischen befinden sich Los- und Schießbuden sowie Wurfge­schäfte und Verkaufsstände. So ist bis Montag auf alle Fälle für jeden etwas dabei, bevor das Volksfest wieder zu Grabe getragen wird.

Youtube Eine Fahrt im Musikexpress

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