Nach einer persönlichen Vorstellungsrunde der Kandidaten und der anschließenden nicht öffentlichen Wahl verkündete das Worthington-Komitee sein Ergebnis: Luis Hemming vom Lise-Meitner-Gymnasium vertritt Crailsheim ab Juli beim Schüleraustausch in der Partnerstadt Worthington. Der 16-Jährige setzte sich am Ende gegen sechs Kontrahenten durch.

Keine leichte Aufgabe

Noch zu Beginn der Veranstaltung hatte der Schüler aus Frankenhardt erklärt, das Herz schlage ihm vor Aufregung gerade bis zum Hals. Die Erleichterung, nachdem sein Name genannt wurde, war dem 16-Jährigen sichtlich anzumerken: „Ich bin überglücklich und freue mich riesig auf das Abenteuer.“

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Worthington/Crailsheim

Seine locker-witzige Art verhalf Luis zum Sieg. So gab der Schüler etwa preis, gerne Pfefferminztee zu trinken. Auch in der Fragerunde des Komitees, in der die Kandidaten ihr Wissen über die 73 Jahre andauernde Partnerschaft zwischen Crailsheim und Worthington unter Beweis stellen mussten, machte er eine souveräne Figur.

Einmalige Erfahrung

Für das Gremium war es kein Leichtes, aus den sieben Kandidaten einen Austauschschüler zu wählen, der im Sommer über den großen Teich nach Worthington im US-Bundesstaat Minnesota reisen darf. „Das war heuer sicher die schwerste Wahl aller Zeiten“, sagte ein Komiteemitglied. Alle Kandidaten hätten es verdient gehabt, die einmalige Erfahrung eines Auslandsjahrs in Amerika machen zu dürfen.

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Worthington/Crailsheim

Seine Reiselust entdeckte Luis Hemming erstmals während eines einmonatigen Schüleraustauschs in Indien. „Das war ein großartiges Erlebnis, ich durfte viel Neues kennenlernen. Die Kultur und die Einstellung der Menschen dort haben mich sehr beeindruckt“, so der 16-Jährige. Gleiches erwarte er auch von seinem Austausch in den USA: „Ich möchte viele neue Leute kennenlernen und Freundschaften fürs Leben schließen.“

Am meisten freue er sich auf das Highschool-Leben und den Abschlussball am Ende des Schuljahrs. Auch für die Zeit nach dem Austausch hat er bereits Pläne: „Ich möchte auf jeden Fall ein Jahr ‚Work and Travel’ machen.“