Als im Juli 2019 bekannt gegeben wurde, dass die Verpackungssparte von Bosch an den luxemburgischen Finanzinvestor CVC Capital Partners verkauft wird, wurden Ängste über einen Personalabbau noch zerstreut: Alle knapp 6100 Mitarbeiter in 15 Ländern, darunter die Angestellten im ehemaligen Bosch-Werk in Crailsheim, wurden übernommen. Zudem verzeichnete das Waiblinger Unternehmen, das seit Anfang 2020 Syntegon heißt, im Jahr 2019 ein Umsatzplus. Dies war allerdings vor Corona. Mittlerweile ist am Crailsheimer Standort aber unter anderem ein Stellenabbau in den Bereichen Fertigung, Konstruktion und Montage im Gespräch.
Die IG Metall will dies verhindern und ruft zum Start der Sozialplanverhandlungen die Mitarbeiter von Syntegon dazu auf, am Freitag, 19. Februar, gegen 11.30 Uhr bei einer Kundgebung vor dem Betrieb zu protestieren. „Wir rechnen mit dem Schlimmsten und brauchen die hundertprozentige Unterstützung der Belegschaft“, so Betriebsratsvorsitzende Manuela Rößler. Schon Anfang Februar hatte es diesbezüglich bei Syntegon in Crailsheim eine Kundgebung der Gewerkschaft gegeben.
Der Crailsheimer Standort gehört zu den größten Arbeitgebern der Stadt.