Seit Anfang Februar bietet das IT-Start-up H&F-Solutions aus Crailsheim eine neue Technologie an, die alle Anwendungen rund um ERP-Systeme durch Apps ersetzen kann. „Wenn ein Unternehmen heute ein neues IT-Produkt einführen möchte, dauert das in der Regel rund neun Monate. Das liegt zum einen da­ran, dass man verschiedene Systeme miteinander vernetzen muss. Zum anderen hat jede Firma ihr individuelles Produkt und kocht somit ihr eigenes Süppchen“, erklärt Geschäftsführer und Gründer Tobias Hertfelder. „Mit unseren Apps ist das Problem gelöst. Sie lassen sich in nur vier Stunden an bestehende Systeme anbinden“, ergänzt er.

Das verwendete ERP-System spielt dabei die Rolle des Datenlieferanten. ERP ist die Abkürzung für „Enterprise-Resource-­Planning“, ERP-Systeme sind betriebswirtschaftliche Softwarelösungen zur Steuerung von Geschäftsprozessen.

Corona Münsingen: Schulbetrieb Die Cloud ist das Klassenzimmer

Münsingen

Die Apps greifen auf die Daten des ERP-Systems zurück, transferieren diese in die Cloud und bereiten sie auf. „Da die Apps heute schon Daten aus verschiedenen Systemen verarbeiten, müssen die Anwendungen bei einem Wechsel nicht einmal aktualisiert werden“, erläutert Hertfelder. Daneben lernt das Programm auch selbstständig mit.

H&F-Solutions beschäftigt aktuell 18 Mitarbeiter

Die Anwendungen von H&F-Solutions sind branchenunabhängig und eignen sich laut Tobias Hertfelder für jedes Unternehmen, das ein ERP-System hat. Vertrieben werden die Apps derzeit im deutschsprachigen Raum. „Unser Plan ist es, bis Ende des Jahres rund 300 Unternehmen anzubinden. Mittelfristig wollen wir mehr als 10.000 Anwendungen verkaufen“, erklärt der Gründer.

Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis die Apps marktreif waren. Insgesamt sechs Mitarbeiter waren an der Entwicklung beteiligt. „Wir haben etwa 750 verschiedene Anwendungen in Planung, die jetzt nach und nach umgesetzt werden sollen“, ergänzt der Geschäftsführer.

Tobias Hertfelder hat sein Unternehmen H&F-Solutions gemeinsam mit Philipp Futterknecht im Jahr 2018 gegründet. Mittlerweile beschäftigen die beiden 18 Mitarbeiter und betreiben neben dem Hauptsitz in Crailsheim auch eine Niederlassung im Raum Ulm.

Volkshochschulen im Zollernalbkreis in der Coronakrise Die Digitalisierung als Chance nutzen

Zollernalbkreis