Sie ist ein kommunalpolitischer Dauerbrenner, beschäftigt die Menschen in der Stadt schon seit mehr als 100 Jahren und steht auch im neuen Jahr auf der Agenda des Gemeinderates: die Stadthalle. Im Frühjahr befasst er sich mit einer Machbarkeitsstudie, die derzeit vom Büro Bevenue in München erstellt wird. Sie ist umfassend, trifft Aussagen zu Standort, Markt und Wettbewerb, beschäftigt sich mit Raum-, Organisations- und Betriebskonzepten.

Interessante Modelle gesucht

Auch Stadtrat Peter Gansky (Bürgerliste) treibt die Stadthallen-Diskussion um. Deshalb hat er im vergangenen Jahr die Stadtverwaltung gebeten, Informationen über die Tauberphilharmonie, die neue Stadthalle in Weikersheim, zu beschaffen. Der Stadtrat war bei seiner Suche nach „interessanten Modellen“ für eine Stadthalle auf Deutschlands neuestes Konzerthaus gestoßen – so wurde die Weikersheimer Halle, die bundesweit auf Interesse stößt, im vergangenen Sommer beworben. Gansky hält die bisherige Crailsheimer Hallenkonzeption für „unzeitgemäß und überdimensioniert“.

Vor diesem Hintergrund ist die Tauberphilharmonie umso inte­ressanter, weil sie neben einer ausdrucksstarken Architektur auch zwei unterschiedlich große Säle aufweist – und das bei Baukosten von nur rund 14 Millionen Euro. Für Gansky steht mittlerweile fest, dass es eine Vielzahl von interessanten Stadthallenmodellen in Deutschland gibt. Nun gelte es, aus ihnen das für Crailsheim passende zu konzipieren.

Bisher nur Standort klar

In Crailsheim ist laut Rathaus „lediglich der Standort beschlossen“. Der liegt auf der nördlichen Seite der Schönebürgstraße, also im Sanierungsgebiet „Östliche Innenstadt“. Mithilfe der Machbarkeitsstudie wolle die Verwaltung in Sachen Stadthalle einen „entscheidenden Schritt“ weiterkommen, so Baubürgermeister Jörg Steuler.