Die Crailsheimer sind eben von der schnellen Truppe: Gerade rollt die Grippewelle in Deutschland an, schon gibt es im Hangar wichtige Tipps gegen Influenza, schlechte Ernährung und Co: Bei der Gesundheitsmesse Vitawell, die bereits zum zehnten Mal von der Südwest Presse Hohenlohe (SHO) veranstaltet wurde.

Und wer es heuer nicht zur Messe geschafft hat, der hat wieder einiges verpasst: HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan ging unter anderem mit SHO-Geschäftsführer Thomas Radek und Sparkassen-Bereichsleiter Dieter Brenner Kirschen stehlen. Crailsheims Sozial- und Baubürgermeister Jörg Steuler ließ sich mal wieder richtig durchrütteln und Dr. Jens Rossek, Ärztlicher Direktor des Klinikums Crailsheim und Schirmherr der Vitawell, gewann mit dem Florett gegen Fechter Richard Schmidt, immerhin Dritter der Weltmeisterschaft 2017 und der Europameisterschaft 2018 – und das war gerade einmal die erste Stunde.

Eine Plattform für den Austausch zwischen gesundheitsbewussten Menschen soll die Vitawell sein, begrüßte Thomas Radek die Besucher der Messe. Dass die Veranstaltung heute nicht mehr aus dem Crailsheimer Veranstaltungskalender wegzudenken sei, sei insbesondere ein Verdienst der langjährigen Ärztlichen Direktorin und Schirmherrin der Gesundheitsmesse, Dr. Mittag-­­Bonsch.

Auf der Vitawell gibt es viel zum Ausprobieren

Ihr Nachfolger ist Jens Rossek, Chefarzt im Klinikum Crailsheim. Er rückte das Motto der Veranstaltung in den Mittelpunkt: Familie, Leben, Gleichgewicht. Durch das Leben in einer Leistungsgesellschaft und einen ungesunden Lebenswandel komme es häufiger zu psychischen Krankheiten. Selbst in der Familie, eigentlich ein Rückzugsort, werde immer weniger Zeit zusammen verbracht, wichtige Dinge werden aus den Augen verloren. Deshalb sei es umso wichtiger, so Rossek, sein Gleichgewicht wiederzufinden und großzügig gegenüber sich und anderen zu sein – und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf die körperliche und seelische Gesundheit.

Und wie gut er sich konzentrieren kann, bewies Rossek beim Messerundgang: Am Stand des Zentrum Mensch, heuer Messepartner, versuchte er sich an einer Florett-Übung: 40 Sekunden hatte er Zeit, verschiedene Ziele, dargestellt durch Lichtsignale, zu treffen. Mit chirurgischer Präzision schaffte er 79 – fünf mehr als Profi-Fechter Richard Schmidt.

Sportlich ging es auch auf der Bühne weiter: HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan bat die Besucher zu Mobilitäts- und Stabilitätsübungen, wie sie bei der SHO-Aktion „Lauf geht’s“ zum Einsatz kommen, die heuer zum zweiten Mal stattfindet. Eine Aufgabe: „Kirschen aus dem Nachbargarten stehlen“, also einen Arm weit nach oben strecken und den Oberkörper dabei eindrehen.

Organisatoren sind mit der Gesundheitsmesse 2020 sehr zufrieden

Dass sie sich bereits viel bewegen, erklärten Jens Rossek und Jörg Steuler anschließend in einer Talkrunde mit Harthan. Beide betreiben Ausdauersport und fahren Rad, Rossek geht zusätzlich noch laufen. Szenenapplaus erhielt Volker Ehrmann, Geschäftsführer des Zentrum Mensch: Er nahm im vergangenen Jahr 35 Kilogramm ab und verlor damit mehr als ein Viertel seines Körpergewichts.

So rasant und wuselig wie es auf der Messe zuging, so beständig sind die vier Bausteine der Veranstaltung: Medizinische Versorgung, Reha und Pflege; Wellness, Spa und Wohlbefinden; Sport, Ernährung und Vitalität sowie, als vierter Baustein, die zahlreichen Fachvorträge. Daran hat sich nichts geändert.

HT-Marketingleiter Peer Ley und sein Team waren mit der Messe sehr zufrieden: „Mit der bislang größten Vitawell und einem neuen Besucherrekord haben wir unser Ziel erreicht und freuen uns schon auf die elfte Auflage im nächsten Jahr.“