Wenn am Dienstagabend die Lauf- geht’s-Teilnehmer vom Schönebürgstadion ausschwärmen, wird auch gerne mal der Weg hoch Richtung Schönebürgwald als Trainingsstrecke genutzt. Der lange Anstieg hat es in sich, treibt den Puls der meisten Hobby­sportler ganz schnell ganz weit nach oben. Manfred Haag aus Jagstheim zählt zu den trainierteren Läufern, die am Laufprogramm des Hohenloher Tagblatts teilnehmen. Der 52-Jährige startete zunächst in der Wiedereinsteiger-Gruppe, den Cappuccinos, wechselte dann auf Zuraten des Trainers Thomas Reichenwallner in die Fortgeschrittenen-Gruppe. Am vergangenen Dienstag legten die Espressos 12,5 Kilometer in knapp 80 Minuten zurück. „Heute war es sehr anstrengend, die vier Kilometer den Berg hoch merkt man schon. Die Gruppe passt gut zusammen, es macht großen Spaß“, sagt Manfred Haag, der vor 20 Jahren schon viel gelaufen ist, nach Knieproblemen und einem Bandscheibenvorfall aber auf Rennrad und Mountainbike umsattelte.

„Lauf geht’s“ in Crailsheim Laufgruppe „Cappuccino“ macht Fortschritte

Crailsheim

Aus einem ganz bestimmten Grund hat sich der 52-Jährige nun für „Lauf geht’s“ angemeldet: Mit seiner Frau Ute will er Mitte Oktober in den Himalaya in Nepal und dort den Annapurna umrunden. „Es geht auf 5400 Meter hoch, da muss ich fit sein“, sagt Haag. Seine Gattin hätte das Laufprogramm auch gerne mitgemacht, aber sie trainiert dienstags, wenn der gemeinsame Lauftreff ansteht, die Kindergruppe beim VfB Jagstheim. „1996 waren wir schon auf dem Kilimandscharo.“ Mit knapp 5900 Metern ist das der höchste Berg auf dem afrikanischen Kontinent. „Man merkt die Höhe“, betont Haag.

Männerfit und Rennrad

Um bestens auf den Abenteuerurlaub vorbereitet zu sein, hält sich der 52-Jährige so gut es geht an den Trainingsplan, der im Begleitbuch zu finden ist. Einmal pro Woche, dienstags, trainieren die Teilnehmer in der Gruppe. Dreimal muss man selbst noch aktiv sein. „Montags gehe ich ins Männerfit in Jagstheim, hauptsächlich für die Kraftausdauer. Das habe ich im April vor einem Jahr schon angefangen. Am Samstag fahre ich gerne Rennrad. Aber das Radfahren, normalerweise dreimal pro Woche, steht im Moment etwas zurück“, sagt Manfred Haag. „Die Donnerstagseinheit finde ich persönlich am härtesten, vielleicht weil ich vom Dienstag her noch erschöpft bin. Aber das Schöne am Laufen ist: Man kann zu Hause starten. Ich laufe am liebsten abends.“

Auch in Sachen Ernährung hat sich der 52-Jährige etwas umgestellt. Seit Dr. Wolfgang Feil den Lauf-geht’s-Teilnehmern in einem Seminar Ratschläge über die richtige Ernährung mit auf den Weg gegeben hat, isst Manfred Haag gerne rohen Ingwer, würzt sein Essen mit viel Chili und trinkt Wasser mit Ackerschachtelhalm- Konzentrat. „Die Ernährungsumstellung fällt mir am schwersten. Aber zum Glück muss ich mich nicht so arg verändern“, sagt Haag, der jetzt schon eine sehr sportliche Figur hat.

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