Eigentlich logisch, dass ein Thema, das Crailsheim betrifft, auch in Crailsheim diskutiert wird. Das Klinikum Crailsheim soll – bei gemeinsamer Geschäftsführung – in den noch ­jungen Diakoneo-Klinikverbund integriert werden. Ein entsprechendes Angebot hat Landrat Gerhard Bauer aber erst mal abgelehnt, auch weil Diakoneo dann die Mehrheit an der Landkreis Schwäbisch Hall Klinikum gGmbH halten würde.

Grimmer bezieht Stellung

Zunächst über Facebook hat nun auch Crailsheims Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer zu diesem Thema eindeutig Stellung bezogen. Er schreibt wie folgt: „Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien funktionieren nur auf Augenhöhe. Die Übernahme des Crailsheimer Klinikums durch Diakoneo ist daher keine Option. Ich begrüße und unterstütze das klare Bekenntnis von Landrat Gerhard Bauer: Der Landkreis darf die Mehrheit an der Landkreis Schwäbisch Hall Klinikum gGmbH nicht aus der Hand geben, um Entscheidungen Dritter nicht machtlos ausgeliefert zu sein. Nicht nur aus lokaler Sicht, sondern auch aus Perspektive des gesamten Landkreises ist die nachhaltige Sicherung der stationären medizinischen Versorgung unverzichtbar.“

Erste Reaktionen

Die ersten Reaktionen dürften Crailsheims Stadtoberhaupt in dieser Haltung bestärken. „Absolut richtige Entscheidung. Eine stetig wachsende Stadt braucht ein ausgezeichnetes Klinikum“, ist da zu lesen. Ein anderer Kommentar widmet sich den Angestellten – es habe Nachteile, für kirchliche Träger zu arbeiten –, wieder ein anderer appelliert: „Christoph Grimmer, dafür müssen Sie kämpfen. Das Klinikum kann nicht verloren gehen.“

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