Wasser aus 96 Düsen, zahlreiche rotierende Walzen und zum Schluss wild tanzende Trockenbänder: Eine Fahrt durch die Crailsheimer Waschwelt ist ein Zauber, der nur knappe fünf Minuten dauert und ein blitzblankes Fahrzeug hinterlässt.

Aber darf man sich diesen Luxus in Zeiten aufgeheizter Klimadiskussionen und der „Fridays for Future“-Bewegung noch erlauben? „Aber sicher doch!“, sagt Andreas Schumann, Inhaber der Crailsheimer Waschwelt. Die Anlage in Roßfeld ist seit 2016 in Betrieb und sein „jüngstes Kind“. In Crailsheim wurden die Vorgängeranlagen in Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall noch einmal optimiert. Das Konzept ist allen drei Anlagen gemein und verbindet Komfort mit Umweltverträglichkeit, vollständige Automatisierung mit der Möglichkeit, auch selbst noch Hand anlegen zu können.

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Autowaschen und die Umwelt schonen – wie geht das zusammen? „Über ein Umweltkonzept, das auf vier Säulen basiert“, sagt Schumann. Die Energie wird über eine 90kWp-Fotovoltaikanlage gewonnen. „Dabei passt die Energieausbeute zum Waschverhalten unserer Kunden“, sagt Schumann: „Scheint die Sonne, ist die Energieausbeute höher und kann auch abgesetzt werden, weil dann mehr Kunden ihr Fahrzeug waschen wollen.“ Nummer zwei ist die Regenwassernutzung, die den Trinkwasserverbrauch auf ein Minimum von 30 Litern pro Waschvorgang reduziert. In diesem Zusammenhang kommt Säule Nummer drei ins Spiel: das Wasserrecycling. Das komplette Waschwasser wird aufbereitet und wiederverwendet. Dafür durchlaufen etwa 100 Kubikmeter Wasser ständig die neun Becken, die zunächst eine physikalische, dann eine biologische und zuletzt eine UV-Entkeimung vorsehen und im Ergebnis Wasser zurück in den Kreislauf pumpen, dass der EG-Richtlinie für Badegewässer entspricht. Und nicht zuletzt sorgt Nummer vier – das Indoor-Konzept – für die Minimierung des die Umwelt belastenden Lärms.

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