Ursprünglich sollte die Kreisstraße 2641 in der Ortsdurchfahrt Jagstheim nur erneuert werden. Auf Initiative der Stadtverwaltung wurde alternativ eine Querspange geprüft. Diese Ortsumfahrung wurde jetzt für den Verkehr freigegeben.

„Auch wenn die Querspangenlösung teurer ist als der Ausbau der Ortsdurchfahrt, sehen wir es als sinnvoll und zweckmäßig an, wenn nur dort Mittel eingesetzt werden, wo auch richtige und zukunftsweisende Ergebnisse erzielt werden können“, schrieb die Stadtverwaltung im Auftrag des Gemeinderats im Februar 2009 an Landrat Gerhard Bauer. Auch die Crailsheimer Kreisräte unterstützten das Anliegen.

Crailsheim

Die gewünschte Planungsänderung machte aus einer im Kreisstraßenbauprogramm bereits beschlossenen Investition von 470.000 Euro eine Straßenbaumaßnahme mit Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro. Um die finanzielle Belastung für den Landkreis in Grenzen zu halten, wandte sich der Landrat ans Regierungspräsidium. Anders als Straßensanierungen kann ein Neubauvorhaben vom Land Baden-Württemberg bezuschusst werden. Das gelang. Mit einer Zuschussgewährung von 650.000 Euro machte das Regierungspräsidium den Weg für die Ortsumfahrung Jagstheim frei. Beschleunigend wirkte auch noch, dass der Grunderwerb über das laufende Flurneuordnungsverfahren abgewickelt werden konnte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, waren sich Landrat Gerhard Bauer und Bürgermeister Jörg Steuler beim Vor-Ort-Termin einig. Damit meinten sie nicht nur die Brücke und die Straße, die sich gut in die Landschaft einfügen. Die alte Kreisstraße wurde zurückgebaut und die Ortsdurchfahrt von Jagstheim so spürbar entlastet. Die Engstelle auf der bisherigen Kreisstraße in Jagstheim stellt für den verbleibenden Ortsverkehr kein Problem mehr dar. Der bestehende und ein neuer Rad- und Gehweg einschließlich Straßenbeleuchtung und Querungshilfen sind umgebaut oder neu errichtet worden. Während der Bauarbeiten verlegten NOW, ODR und die Telekom neue Leitungen.

Den Straßenbau hat die Thannhauser Straßen- und Tiefbau GmbH aus Fremdingen ausgeführt. Beim Brückenbau war die Firma Herrmann Fuchs als Subunternehmer aus Ellwangen vertreten. In nächster Zeit muss noch die Fahrbahnmarkierung aufgebracht werden. Im Herbst folgt die Bepflanzung auf den Ausgleichsflächen seitlich der Umgehungsstraße.

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