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Crailsheim
Crailsheim / Christine Hofmann Crailsheimer Bürger entwickeln mit fachlicher Begleitung eine Integrationsstragie. Beim Forum „Wir in Crailsheim“ am 17. Mai darf jeder seine Ideen und Erfahrungen einbringen.

Eine Integrationsstrategie für Crailsheim aufbauen und umsetzen, eine Willkommenskultur entwickeln und positive Zukunftsbilder für die Stadt entwerfen, das sind die Ziele des Prozesses „Wir in Crailsheim“, der im Oktober 2018 mit einer Auftaktveranstaltung startete und jetzt in eine neue Phase eintritt. Bei einem öffentlichen Integrationsforum am Freitag sind die Bürger aufgefordert, ihre Ideen und Erfahrungen in den Prozess einzubringen.

„Es laufen schon viele gute Integrationsprojekte in Crailsheim. Jetzt geht es darum, diese strategisch in der Kommune zu verankern“, erklärt Heide Öchslen, Integrationsmanagerin der Stadt, die das Projekt „Wir in Crailsheim“ federführend betreut. Sie wünscht sich eine bessere Vernetzung der Angebote, die Einrichtung eines Integrationsbeirats und dass das Thema in der Stadt sichtbarer wird.

Die Ideen der Bürger der Hechinger Oberstadt im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Stadtentwicklung waren erfrischend.

Arbeitsgruppen bilden

„Das Thema ist insgesamt sehr komplex. Es betrifft nicht nur Geflüchtete, sondern auch neu Zugewanderte, Menschen, die durch einen Arbeitsplatzwechsel in die Stadt gezogen sind oder auch Migranten, die schon länger in Crailsheim leben, sich bisher aber nicht aufgenommen fühlen.“ In diesem Zusammenhang müsse auch über wechselseitige Integration gesprochen werden, meint Öchslen: „Nicht nur Migranten müssen sich anpassen, sondern auch die aufnehmende Gesellschaft muss sich öffnen.“

Um die Arbeit in den verbleibenden Monaten bis zum Ende des Modellprojekts im Oktober besser koordinieren und effektiver fortsetzen zu können, möchte die Integrationsmanagerin nun Arbeitsgruppen einrichten, die sich gezielt mit einem Thema beschäftigen.

Verschiedene Themenfelder wurden im Laufe des Projekts bereits formuliert. So müsse etwa überlegt werden, wie sich der Integrationsbeirat zusammensetzen und welche Aufgaben er erfüllen sollte. Eine Idee ist außerdem, einen Vereinskoordinator zu benennen, der sich gezielt um die Aufnahme von Geflüchteten in die Crailsheimer Vereine kümmert.

Wohin führt der Weg?

Immer wieder komme außerdem die Frage auf, wohin sich die Integrationsarbeit in Crailsheim innerhalb der nächsten Jahre entwickeln werde. Wie viele hauptamtliche Stellen werden benötigt, wie viele Ehrenamtliche? Bei der Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen sind Experten und Bürger gefordert.

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Integrationsstrategie für Crailsheim

Die Große Kreisstadt Crailsheim ist eine von 23 Kommunen des Landes Baden-Württemberg, die für das landesweite Modell-Projekt „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ ausgewählt wurde.

Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung einer Integrationsstrategie für die Stadt.

Info Ein weiteres öffentliches Integrationsforum „Wir in Crailsheim“ findet am kommenden Freitag, 17. Mai, von 17 bis 21.30 Uhr in der Aula der Realschule am Karlsberg in Crailsheim statt. Interessierte Bürger sind eingeladen, hieran teilzunehmen und mitzuwirken. Rückfragen beantwortet die städtische Integrationsmanagerin Heide Öchslen unter der Telefonnummer 0 79 51 / 9 63 31 53 oder per E-Mail an heide.oechslen@crailsheim.de.