Von den drei Varianten, die im Hallen-Gutachten für den Volksfestplatz untersucht worden sind, ist eine wegen der Lärmproblematik, die sie verursachen würde, so gut wie gestorben. In der jüngsten Sitzung des gemeinderätlichen Bauausschusses erörterten die Stadträte das Lärmgutachten, das die Verwaltung auf Empfehlung der Hallen-Gutachter in Auftrag gegeben hatte. Die Verfasser der Geräuschimmissionsprognose gehen davon aus, dass eine große Ballsporthalle (für die Hakro Merlins) mehr Lärm verursacht, als abends und nachts erlaubt ist.

Wobei nicht die Halle an sich das Problem ist, sondern der Parkplatzverkehr auf dem Volksfestplatz und die kommenden und gehenden Besucher. Eine solche große Sporthalle mit einem Fassungsvermögen von 3500 Besuchern würde den kompletten Volksfestplatz als Parkplatz benötigen – und genau das ist das Problem, weil der großflächig erzeugte Lärm dann eben auch Wohnbereiche in der Umgebung beeinträchtigen würde.

Merlins-Halle auf dem Volksfestplatz „utopisch“

Anders verhält es sich mit einer Stadthalle und einer Sporthalle. Für beide (auch in der Kombination) würden nur Teile des Platzes als Parkplatz benötigt, und dieser Bereich könnte so gelegt werden, dass kein unzulässig lauter Lärm auf Wohnbereiche einwirkt, erläuterte Stadtplaner Stefan Markus. Der Einschätzung von Harald Gronbach (CDU), dass eine Merlins-Halle auf dem Volksfestplatz „utopisch“ sei, schlossen sich Sprecher anderer Fraktionen an. Bleibt noch die Möglichkeit, dass eine solche Halle hinter dem Hangar gebaut wird, wenn die Stadt das Gelände kauft.