Sie waren vor rund zwei Wochen an Covid19 erkrankt.     Wie geht es Ihnen heute? Haben Sie Ihre Abgeordnetentätigkeit mittlerweile wieder aufgenommen?

Stephen Brauer: Mir geht es inzwischen wieder gut. Ich bekomme besser Luft und habe keine Symptome mehr. Der Landtag und die FDP-Fraktion sind arbeitsfähig. Die notwendigen Entscheidungen, wie beispielsweise die Freigabe der Finanzmittel für Corona-Schutzausrüstungen, konnten wir im Finanzausschuss im Umlaufverfahren per E-Mail regeln. Die Fraktionssitzung findet als Videokonferenz statt und alle anderen, nicht dringend notwendigen Sitzungen wurden zunächst abgesagt.

Wie könnte eine sogenannte Exit-Strategie aus den aktuellen Schutzmaßnahmen aussehen, von der die angeschlagene Wirtschaft profitiert und die gleichzeitig die Bürger vor dem Coronavirus schützt?

Wir müssen so bald wie möglich zur Normalität zurückkehren. Es werden immer mehr Menschen immun werden, so dass wir uns mittelfristig auf den Schutz von Risikopatienten, Alten und Kranken konzentrieren können. Kurzfristig müssen wir uns aber noch weiterhin darum kümmern, die Kapazität des Gesundheitssystems nicht zu überschreiten. Insoweit sind die relativ strikten Maßnahmen jetzt leider noch erforderlich.

In vielen Sportarten wird derzeit darüber diskutiert, ob der pausierende Spielbetrieb noch einmal aufgenommen oder die Saison ganz beendet werden soll. Welche Linie vertreten Sie als Sportkreisvorsitzender?

Das kommt ganz auf die Sportart an. Dabei muss man jeweils den Einzelfall betrachten. Es stellen sich die folgenden Fragen: Sind Wettkämpfe auch zusätzlich unter der Woche möglich? Wie lang wäre die Saison regulär gegangen? Welche wirtschaftlichen Folgen würde ein Ende der Saison für den jeweiligen Verein nach sich ziehen?