Austausch Crailsheim empfängt Schülergruppe aus der polnischen Partnerstadt Bilgoraj

Crailsheim / WOLFGANG RUPP 25.09.2012
Von vielen Säulen wird die Städtepartnerschaft zwischen Crailsheim und dem polnischen Bilgoraj getragen. Eine der stärksten ist der Schüleraustausch. Jetzt ist wieder eine Gruppe eine Woche lang zu Gast.

Vor 17 Jahren wurde die Verbindung zwischen dem Crailsheimer Albert-Schweitzer- und dem Bilgorajer UNO-Gymnasium aufgenommen. Inzwischen ist daraus eine Partnerschaft entstanden, die seinesgleichen sucht, weil sie in besonderer Weise gepflegt wird. "Sie sind die Zukunft Europas", unterstrich Oberbürgermeister Rudolf Michl bei einem Empfang gestern Vormittag im Rathaus die Bedeutung des Austausches. "Schön, dass Sie da sind", freute er sich über den Besuch der 30 Schülerinnen und Schüler, die sich nach dem Eingewöhnungswochenende in Crailsheim sichtlich wohlfühlen. Und die Gruppe braucht nicht einmal einen Crailsheimer als Stadtführer, denn Gregor Bryla kennt sich hier so gut aus wie in seiner Heimatstadt in Polen. Der fußballbegeisterte Deutschlehrer und Schwiegersohn des ehemaligen Bürgermeisters Stefan Oleszczak (er hat im September 2009 zusammen mit dem damaligen Oberbürgermeister Andreas Raab in Crailsheim den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet) ist in diesem Jahr bereits zum vierten Mal zu Gast, zuletzt beim Volksfest mit einer Fußballmannschaft und davor im Sommer, als er mehrere Wochen bei einer Zimmerei arbeitete und "viele wichtige Erfahrungen" sammelte, wie er sagt.

Das wollen auch Ewa Mazur und Marek Kornik, die beide zum ersten Mal in Deutschland sind. Sie möchten Menschen und Kultur kennenlernen, die Partnerstadt und Partnerschule und ihre Sprachkenntnisse verbessern. Ewa Mazur legt im nächsten Jahr Abitur ab. Eines der Fächer: Deutsch. Danach möchte sie diese Sprache studieren und später als Lehrerin unterrichten. Auch Marek Kornik (18) hat schon klare Berufsvorstellungen: Er will Pilot bei einer internationalen Fluggesellschaft werden. "Die Städtepartnerschaft ist an unserem Gymnasium tief verwurzelt", bestätigen sie die Aussage ihres Lehrers Gregor Bryla, was auch für das Albert-Schweitzer-Gymnasium zutrifft, wie Schulleiter Günter Koch beim Empfang zum Ausdruck brachte. Mit dem Austausch werde ein wichtiger Beitrag zur Freundschaft zwischen den Völkern geleistet. Aus dieser Schülerfreundschaft heraus hat sich auch schon mehr entwickelt wie Gregor Bryla weiß. Zur Verständigung zwischen den Menschen zweier unterschiedlicher Länder und zum Ausbau der Partnerschaft tragen ganz wesentlich auch die Lehrer Verena Späth und Ulf Bornmann bei, die das Programm für den einwöchigen Aufenthalt ausgearbeitet haben. Die allesamt in Familien untergebrachten Gäste (viele waren auch schon Gastgeber von Crailsheimern) lernen nicht nur Crailsheim kennen, sondern auch Bad Friedrichshall, Ludwigsburg, Karlsruhe und Maulbronn.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel