Bei der Hauptversammlung der Crailsheimer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-­­Rettungs-Gesellschaft (DLRG) betonte deren Vorsitzender Jens Steinbach kürzlich, es komme der Ortsgruppe zugute, dass sich der Gemeinderat gegen einen Neubau des Hallenbades am bisherigen Standort entschieden habe. Denn ein Neubau am jetzigen Standort würde für die DLRG und für andere Vereine einen Ausfall des Schwimmbetriebs von mindestens zwei Jahren mit sich bringen, was vermutlich nicht oder nur sehr schlecht zu stemmen wäre.

Mit dem Erhalt des Bades setze die Stadt ein Zeichen – entgegen dem Trend, Bäder zu schließen, sagte Steinbach. In den vergangenen 17 Jahren seien jährlich 80 Bäder in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen worden, obwohl immer weniger Kinder schwimmen könnten. Aus einer Statistik der DLRG gehe hervor, dass fast 60 Prozent aller zehnjährigen Kinder in Deutschland keine sicheren Schwimmer seien. Die Schließung von Bädern nehme den Schwimmvereinen die Grundlage für die Schwimmausbildung. Steinbach hofft, mit dem Neubau diesem Problem in Crailsheim auf längere Zeit aus dem Weg zu gehen. Derzeit habe die Ortsgruppe bei der Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen die Kapazitätsgrenze erreicht.

Crailsheim

In seinem Bericht lobte Steinbach die gewohnt gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, DRK und THW sowie mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken.

Der technische Leiter Joachim Friedl listete die zahlreichen Termine und Einsätze der Ortsgruppe und berichtete von den Prüfungen und Lehrgängen, die die Helfer absolviert hatten.

Aus dem Bericht des Jugendleiters Nico Bauer, der von der Jugendtrainerin Sina Vogt verlesen wurde, ging hervor, dass das Wettkampftraining wie gewohnt sehr gut läuft und die DLRGler bei Meisterschaften wieder viele gute Zeiten und Plätze erreicht haben. Fünf Mitglieder des Jugend-Einsatz-Teams haben 2018 an der Fachausbildung Wasserrettungsdienst teilgenommen.

DLRG-Bezirksvorsitzende Meta Schoch ging ebenfalls auf die Schließung von Schwimmbädern ein. Sie legte eine Petition gegen die Bäderschließung vor und bat darum, diese zu unterstützen. Schoch betonte, dass es 2018 erschreckend viele Ertrinkungsfälle gegeben habe. Gleichzeitif wies sie darauf hin, dass die ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig sei und dass viel Engagement und Zeit für diese Tätigkeiten aufgewandt werden müsse.

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Bei Hauptversammlung viele Mitglieder geehrt


Das Verdienstabzeichen in Gold erhielt: Bernd Otter; in Silber: Karl Preindl; in Bronze: Lisa Lämmerer und Rainer Köhnlein.
Zehnjährige Mitgliedschaft: Alfred Bauer, Sophie Böhm, Mirja Memmler, Louis Steinbach, Sinja Häberlein, Nico Bauer, Felix Fakner, Marnie Genenz und Rene Gsell.
25-jährige Mitgliedschaft: Sebastian Friedl, Dirk Baumann und Benedikt Pflanz.
40-jährige Mitgliedschaft: Annette Stier, Bettina Ruppert, Antje Belschner, Susanne Otter, Peter Stegmüller, Rainer Köhnlein, Andrea Stumpp, Rainer Göller, Bernd Läpple, Lutz Reinhard, Hannelore Braun, Jürgen Krüger und Ingrid Krüger.