Die Gastronomie darf ab Montag im Außenbereich wieder öffnen, eine Woche später auch drinnen. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail, meint zumindest die Stadtverwaltung. So werde in der Corona-Verordnung des Landes für Gaststätten detailliert aufgeführt, welche Gegenstände regelmäßig desinfiziert werden müssen, oder wie der Abstand der Tische zueinander auszusehen hat.

Doch bei der Frage, wie die Zusammensetzung der Gäste an den Tischen aussehen darf, bleibe die Verordnung unscharf, bemängelt das Rathaus in einer Pressemitteilung: „Wenn man die Vorgaben für den öffentlichen Raum heranzieht, dürften Personen aus zwei Hausständen pro Tisch zusammenkommen. Gelten jedoch die Regelungen für private Räumlichkeiten, könnten sich bis zu fünf Personen aus fünf Hausständen zum gemeinsamen Essen treffen.“
Da die Unterscheidung für Gastronomen jedoch von großer Bedeutung sei, hat die Stadtverwaltung über den Städtetag gemeinsam mit weiteren Kommunen das Wirtschaftsministerium um eine Konkretisierung der Vorgaben gebeten. Kommt die nicht, „werden wir, orientierend an der Verordnung, eigene Richtlinien entwickeln“, kündigt Pressesprecher Christoph Herse an. Entscheidend sei, dass man den Gastronomen klare Vorgaben machen kann. Diese sollten präzise und praktikabel sein, damit sie im täglichen Geschäft angewendet werden können.

Vorerst keine Gebühr

Während die Verwaltung in Sachen Besetzung der Tische auf Klärung durch das Land hofft, versucht sie an anderer Stelle bereits, unbürokratisch zu unterstützen. So wurde einzelnen Gastronomen erlaubt, den Bereich der Außenbewirtschaftung zu vergrößern.

Zudem hat sich der Koordinierungsstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer darauf verständigt, die üblicherweise im Frühjahr stattfindende Einziehung der Gebührenbescheide für die Außenbewirtschaftung vorerst auszusetzen. Die Stadt Crailsheim möchte zunächst den Sommer und den weiteren Verlauf der Pandemie abwarten, ehe sie eventuell rückwirkend die Gebühr erhebt.

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