Der offizielle Umzugstermin ist am 24. Juli. In der letzten Schulwoche soll das Schwanenseegebäude, der erste Baukörper, der bei der Generalsanierung und Umstrukturierung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) runderneuert wird, bezugsfertig sein.

Beim Gang durch das Gebäude, das noch eingerüstet und von einem Bauzaun umgeben ist, ist schon viel Neues zu entdecken, es riecht nach frischer Farbe. Doch es sieht auch noch nach jeder Menge Arbeit aus. Viele Handwerker sind hier beschäftigt. Sie streichen Decken, verlegen Kabel, bringen Multifunktionsleisten an der Decke an und bauen die ersten Möbel auf.

Im Erdgeschoss des Gebäudes sind Klassenzimmer untergebracht und übergangsweise ein Musikraum. Denn der Neuestbau, wo der Musiksaal eigentlich zu Hause ist, wird als Nächstes saniert und muss vorher leergeräumt werden. Vor allem aber werden im Schwanenseegebäude die naturwissenschaftlichen Fachräume einziehen: Biologie, Physik, Chemie und Naturwissenschaft und Technik (NWT) samt Sammlungen sind künftig alle unter einem Dach vereint.

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In der Umzugswoche müssen 800 Kartons bewegt werden. Einige kommen in das frisch sanierte Gebäude, andere ins Zwischenlager, manche werden im Müllcontainer entsorgt. Verschiedenfarbige Aufkleber zeigen den Möbelpackern an, wohin der jeweilige Karton transportiert werden soll. „Das Packen übernehmen die Lehrer zum größten Teil selbst, denn in den Naturwissenschaften gibt es sensible Geräte und Stoffe“, berichtet Max Kopplin, Konrektor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und auf Schulseite verantwortlich für die Generalsanierung.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien sollen die Schüler die Tische und Stühle in die neuen Klassen- und Fachräume tragen. „Die Ausstattung im Schwanenseegebäude ist sehr gut“, schwärmt Kopplin. In allen Klassenzimmern werden digitale Boards angebracht, außerdem gibt es zwei Klassensätze an Tablets.

Zusätzlich wird hier ein Aufzug eingebaut. Der Schacht ist schon vorhanden, und auch die ersten Schienen sind angebracht. „Durch den Aufzug wird die ganze Schule barrierefrei“, sagt Kopplin. So können Schüler, die keine Treppen steigen können, sämtliche Fachräume erreichen. „Künftig können wir endlich auch Schüler mit Bewegungseinschränkungen aufnehmen. Bisher mussten wir sie an andere Schulen verweisen.“

Umzug und Sanierung laufen parallel

Bei der Generalsanierung greifen die einzelnen Bauabschnitte ineinander. Während im Schwanenseegebäude die Arbeiten auf die Zielgerade zugehen, werden im benachbarten Neuestbau schon Kisten gepackt. Nach den Sommerferien beginnt hier die Sanierung. „Baulich wird im Neuestbau nicht allzu viel verändert. Hier beträgt die Bauzeit nur etwa ein halbes Jahr“, so Kopplin.

Parallel laufen die Planungen für den Umbau des Hauptbaus mit Rektorat, Sekretariat, Lehrerzimmer und den meisten Klassenzimmern. „Der dritte Bauabschnitt startet im Juni 2020, da müssen schon jetzt Entscheidungen gefällt werden.“ Max Kopplin wird das Ende der ASG-Sanierung entspannt aus der Ferne beobachten. Zum Schuljahresende geht er in den Ruhestand. Auch für ihn heißt es: Kisten packen und Büro räumen.

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