Bereits 199 Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen sind von ihrer Infektion mit dem Coronavirus genesen und können aus der Isolation entlassen und damit aus der LEA verlegt werden, informierte der Landrat des Ostalbkreises, Klaus Pavel, in einer Pressemitteilung. Ursprünglich waren über 400 Flüchtlinge in der Einrichtung infiziert.

„Bei zehn Personen wurde ein nochmaliger Abstrich veranlasst. Diese und die anderen Personen aus den Reihen derer, die Anfang April bereits positiv getestet wurden, bleiben weiterhin in der LEA Ellwangen in einem separaten Quarantänebereich wohnen“, so Pavel weiter. Die von der Stadt Ellwangen und dem Landratsamt des Ostalbkreises verfügte Kontakt- und Ausgangssperre für die LEA Ellwangen gilt derzeit bis einschließlich 10. Mai.

Gesunde werden von der LEA Ellwangen in die LEA Giengen verlegt

Am 30. April wurden Bewohnerinnen und Bewohner der LEA Ellwangen ärztlich untersucht, die laut den Vorgaben des Robert-­Koch-Instituts aus der üblichen 14-tägigen häuslichen Isolation entlassen werden könnten. Die Untersuchungen wurden von einem Ärzteteam durchgeführt, das vom Gesundheitsamt des Ostalbkreises zusammengestellt wurde. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen nun vor.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte gegenüber der Stadt Ellwangen und dem Ostalbkreis angekündigt, bereits am vergangenen Donnerstag einen Teil der aus der Isolation Entlassenen in die Erstaufnahmestelle Giengen im Landkreis Heidenheim sowie am Wochenende nochmals rund 40 Personen zu verlegen. Die Verlegung von 29 Personen nach Giengen ist bereits erfolgt. Für das vergangene Wochenende war – wie angekündigt – eine weitere Verlegung von etwa 40 Personen geplant.

In Abstimmung mit dem landesweit für Verlegungen zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe werden weitere Verlegungen nach Giengen (Landkreis Heidenheim) sowie in die sogenannte vorläufige Unterbringung in andere Stadt- oder Landkreise zeitnah erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.