Das ist eine gute Nachricht für viele Eltern in Crailsheim: Die Stadt setzt die Beiträge für Kindergärten und Krippen zumindest vorläufig aus, um für finanzielle Entlastung zu sorgen. Vorläufig deshalb, weil die Stadt für Baumaßnahmen erhebliche Mittel aus dem Ausgleichsstock erhält – aber nur, wenn sie alle Einnahmemöglichkeiten ausschöpft.

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Gebührenverzicht unter Vorbehalt – könnte Eltern auch schaden

Der Verzicht auf Gebühren könnte also zuschussschädlich sein, und deshalb steht die gute Nachricht unter Vorbehalt. Der ist aber eigentlich schon hinfällig, weil sich gestern nur wenige Stunden nach der Pressemitteilung aus dem Rathaus die Haller Landtagsabgeordnete Jutta Niemann zu Wort meldete. Ihre Botschaft: Das Land stellt für die Kommunen eine Corona-Soforthilfe in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung.

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Dazu die Parlamentarierin: „Städte und Gemeinden haben jetzt die Möglichkeit, auf Gebühren für Kindertagesstätten zu verzichten.“ Die Kommunen könnten das Geld auch verwenden, um die Schulbuskosten zu erlassen. Niemann betont: „Wir helfen schnell und unbürokratisch, damit das soziale Netz nicht reißt.“

Mindestens bis Ende der Osterferien keine Kinderbetreuung

Mit seiner Rechtsverordnung vom 17. März hat das Land aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus entschieden, dass sämtliche Kindertageseinrichtungen bis zum Ende der Osterferien geschlossen werden müssen. Lediglich Notbetriebe von Kindertagesstätten sind noch erlaubt, um Kinder von Eltern, die in der systemrelevanten Infrastruktur tätig sind, weiter betreuen zu können. Das geschieht auch in Crailsheim.

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In Schwäbisch Hall hatte die Verwaltung schon am Dienstag ihren Verzicht verkündet: „Gebühren werden nur erhoben, wo vonseiten der Stadt eine Leistung erbracht wird. Aus diesem Grund werden wir die Gebühren ab Mitte März bis Ende April nicht erheben.“