Bauwirtschaft Mut zur Innovation

Feierstunde: Langenburgs Bürgermeister Wolfgang Class übergibt das Wappen der Stadt an Farmbau-Gründer Wolfgang Maier (rechts).
Feierstunde: Langenburgs Bürgermeister Wolfgang Class übergibt das Wappen der Stadt an Farmbau-Gründer Wolfgang Maier (rechts). © Foto: Privatfoto
Langenburg / pm 07.06.2017
Farmbau aus Langenburg feierte kürzlich das 20-jährige Bestehen. Mit ausgeklügelten Ideen und breiter Aufstellung agiert das Unternehmen erfolgreich am Markt.

Zwei Jahrzehnte Kompetenz in Beton: Farmbau Fertigsysteme aus Langenburg feierte kürzlich das 20-jährige Bestehen. Rund 300 geladene Gäste konnten sich auf einen lockeren Abend mit zahlreichen Programmpunkten und Aktivitäten freuen. So wurden nicht nur E-Auto-Probefahrten und ein Quad-Parcours zur Verfügung gestellt, auch eine musikalische Untermalung des Abends durch Klaus Franz mit Band wurde geboten.

„Immer eine Idee voraus“ lautet das Firmenmotto, das Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Maier am Abend wieder bestätigte, als er im aufschlussreichen Interview mit Kristin Vogel (Marketingleiterin Mawell Resort) die Firmengeschichte erläuterte. Dabei verriet er den Gästen, was für Visionen in seinen Gedanken kreisen: Wohnen der Zukunft – ressourcenschonender und wirtschaftlicher Hochhausbau. Darüber berichtete Maier bereits in einem Vortrag in Frankfurt. Gedankenspiele, die sicher nicht kurz vor der Umsetzung stehen und aus seinem Ideenfundus stammen, sind beispielsweise die vertikale Rolltreppe oder ein neuartiges Fluggerät, das in Form und Funktion einer Frisbeescheibe gleicht. Nicht ganz ernst gemeint war wohl eine weitere Vision, bei der das Jagsttal auf Höhe des Schlosses aufgestaut wird, samt Wasserwerk und Yachthafen.

Ein weiterer Programmpunkt war die Rede von Langenburgs Bürgermeister Wolfgang Class, der das Engagement Wolfgang Maiers für die Stadt besonders hervorhob – Maier fungiert als aktiver Stadtrat mit konstruktiven Vorschlägen, gerade im Bereich Bauen, stellt für den Secondhand-Laden für Flüchtlinge „Brauchbar“ Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung und war aktiv bei der Wärmeversorgung des städtischen Freibades und der Stadthalle dabei.

Mit der Vorstellung des Familienverbundes und der „zweiten Führungsebene“ wurde klar, dass Wolfgang Maier zwar im Vordergrund steht, im Hintergrund aber eine starke Mannschaft hat, auf die er bauen kann.

Immer neue Innovationen

Die Geschichte des Unternehmens begann 1997: Wolfgang Maier erdachte bei seinem Arbeitgeber eine besondere Bauweise für runde Betongebilde. Mit dieser Idee – einer stufenlos verstellbaren Großflächen-Rundschalung und mit der Betonsandwichwand im Bereich Stallbau – machte er sich selbstständig. Im Jahr 2000 folgte die Erfindung des Modulstalls, der ein weiterer Meilenstein im Bereich Stallbau wurde: Die einzelnen Module werden in kürzester Bauzeit zu einem gesamten Stall zusammengefügt. Später verkaufte Maier das Patent daran.

 Frühzeitig ist Farmbau dazu übergegangen, die Fertigteile selbst zu produzieren. Mit dem Fertigteilwerk in Insingen ist das Unternehmen seit 2003 in der Lage, Weiterentwicklungen kurzfristig und flexibel umzusetzen.

Im Behälterbereich entwickelte Farmbau durch den Biogasboom neue Systeme, die inzwischen richtungsweisend auf dem Markt sind. Die Betonsandwichbauweise wurde im Lauf der Zeit weiter optimiert und auch auf Bürogebäude, Hallen und Wohnhäuser angepasst. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Gewerbehöfe, die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden realisiert wurden.

2007 erweiterte das Unternehmen aufgrund der großen Nachfrage im Bereich Fertigteile, das Werk Insingen auf über 5000 Quadratmeter Produktionsfläche. Jährlich werden dort etwa 100.000 Quadratmeter Fertigteile produziert.

Mit dem „Sun-Haus“, einem drehbaren Haus mit Fotovoltaik, und dem „Vario Sun-Haus“, dem Haus mit variablem Fotovoltaikdach und exklusiver Sonnenterrasse, zeigte Farmbau 2008 erneut seine Innovationsstärke, um dann zwei Jahre später mit dem Mawell Resort ganz neue Wege zu gehen: Das damalige Feriendorf Roseneck wurde in eine naturbelassene Wellnessoase verwandelt, die 2013 Nach aufwendiger Bauphase öffnete.

Durch stetig steigende Auftragslage und hierdurch verbundenem Wachstum, zog Farmbau 2014 in den InnoPark nach Langenburg um. Hier steht ein rund 26.000 Quadratmeter großes Gelände mit  11.000 Quadratmetern Produktions- und Bürofläche zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit der Theo Förch GmbH realisierte Farmbau 2015 selbstständiges und stressfreies Einkaufen von Handwerkerbedarf mit 24 Stunden Öffnungszeiten für angemeldete Förch-Kunden im Farmbau-Shop.

Für die Zukunft bereit

Heute punktet das Unternehmen mit eigenem Planungsbüro, der eigenen Statikabteilung und der erfahrenen Mannschaft im Wettbewerb um  massive, hygienische und wertbeständige Bauten für Kunden zu konstruieren.

Der jüngste „Pfeil im Köcher“ des Unternehmens ist – neben der Erweiterung des Mawell-Ressorts – das Wohnmodul: Hier will das Unternehmen kosteneffiziente Wohneinheiten erstellen, beispielsweise für die Unterbringung von Mitarbeitern mit Werksverträgen in den Unternehmen der Region, weiß Harald Meier, Inhaber des Betonfertigteilewerks in Insingen und bei Farmbau verantwortlich für den Vertrieb.

„Kompetenzstelle Energieeffizienz“

Gefördert wird die KEFF Heilbronn-Franken von der Europäischen Union und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. KEFF steht für „Kompetenzstelle Energieeffizienz“. Getragen wird die Organisation von der IHK Heilbronn-Franken. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken unterstützt das Projekt als Kooperationspartner der IHK. pm

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